Ahoi Skipper – wir rudern zurück

Kurtaxe – Ahoi Skipper – wir rudern zurück

 

Die Druckerfarbe der Meldung: „Kroatien erhöht die Kurtaxe für Wassersportler“, war im Jahr 2018 noch nicht ganz angetrocknet, da regierte unter Skippern das Wort „Abzocke“ die Runde.

Die Argumente der kroatischen Regierung, dass bisher die Kurtaxe pro Schiff erhoben wurde und bei der Berechnung sei man bisher davon ausgegangen, dass auf einem Boot auch nur eine Person die Kurtaxe zu zahlen habe usw. usw. – überzeugten die Skipper nur wenig oder gar nicht. In der Folge wurden nicht nur wenige Boote und Yachten aus den kroatischen Marinas abgezogen.

Im August 2018 hat der kroatische Staat eine neue Regelung der Skipper-Kurtaxe für das Jahr 2019 verfasst und sie auch später verabschiedet. Ein großer Wurf ist damit sicher nicht gelungen. Für die vielen Boote von fünf bis neun Metern Länge, die nur bis zu 90 Tage in kroatischen Gewässern verbleiben wollen, wird es im Vergleich zum Vorjahr nochmals um bis zu 50 % teurer. Das trifft vor allem Urlauber, die ihr Boot per Trailer mitbringen. Jahreslieger der gleichen Bootsgruppe sparen allerdings ab 2019 insgesamt 10 % zum Vorjahr. Neu ist die Regelung, dass Kurzurlauber auch lediglich für einen Zeitraum von mindestens drei Tagen die Kurtaxe entrichten können oder „dürfen!“

Ein Grund zur Freude

Mit der Neuregelung der Kurtaxe wurden Maßnahmen angekündigt, die es ermöglichen sollen, dass die Kurtaxe demnächst nicht nur im Hafenamt, sondern auch in den Marinas und an den Anlegestellen entrichtet werden kann. Damit könnten sich die üblichen Wartezeiten vor den Hafenämtern künftig erübrigen und der Vergangenheit angehören.

Saures für Chartergäste

Für Chartergäste steht gleichfalls eine Erhöhung der Kurtaxe an: Für sie wird, die allgemeine Kurtaxe gemäß touristischer Klasse A, Hauptsaison berechnet. Die ist auf 10 Kuna angestiegen.

Mehr haben – weniger zahlen

Die Betrachtung der aktuellen Preisgestaltung zeigt überdeutlich: Besitzer kleinerer Boote bis neun Meter Länge zahlen deutlich mehr, ausgenommen, sie ziehen es vor, die Jahresgebühr zu zahlen und das wird eher selten vorkommen.

Ab neun Meter bis über 20 Meter gilt: Je größer das Schiff, desto größer ist allerdings auch der Preisnachlass zum Vorjahr. So kostet ein Jahresgebühr für eine Yacht von mehr als 20 Metern Länge statt 14.500 Kuna im Jahr 2019 nur noch 6.000 Kuna, fast ein Sozialtarif.

Das kroatische Original zum Nachrechnen

Die kroatische Verordnung NN 71/2018 über die Berechnung der Aufenthaltssteuer für das Jahr 2019 finden Sie hier oder als URL machstehend:

https://narodne-novine.nn.hr/clanci/sluzbeni/full/2018_08_71_1447.html

Die Kurtaxe 2019 berechnet sich wie bisher sowohl nach der Bootslänge als auch nach der Aufenthaltsdauer:

 

Bootslänge Zeitraum Betrag in Kuna 2018 Betrag in Kuna 2019
       
5 bis 8,99 Meter Bis 3 Tage   90,00
  Bis 8 Tage 130,00 210,00
  Bis 15 Tage 240,00 360,00
  Bis 30 Tage 400,00 600,00
  Bis 90 Tage 950,00 1.410,00
  Bis 1 Jahr 2.000,00 1.800,00
       
9 bis 11,99 Meter Bis 3 Tage   150,00
  Bis 8 Tage 400,00 350,00
  Bis 15 Tage 700,00 600,00
  Bis 30 Tage 1.200,00 1.000,00
  Bis 90 Tage 2.900,00 2.350,00
  Bis 1 Jahr 5.800,00 3.000,00
       
12 bis 14,99 Meter Bis 3 Tage   210,00
  Bis 8 Tage 500,00 490,00
  Bis 15 Tage 950,00 840,00
  Bis 30 Tage 1.600,00 1.400,00
  Bis 90 Tage 3.850,00 3.290,00
  Bis 1 Jahr 7.700,00 4.200,00
       
15 bis 19,99 Meter Bis 3 Tage   240,00
  Bis 8 Tage 650,00 560,00
  Bis 15 Tage 1.200,00 960,00
  Bis 30 Tage 2.000,00 1.600,00
  Bis 90 Tage 4.800,00 3.760,00
  Bis 1 Jahr 9.600,00 4.800,00
       
Über 20 Meter Bis 3 Tage   300,00
  Bis 8 Tage 950,00 700,00
  Bis 15 Tage 1.800,00 1.200,00
  Bis 30 Tage 3.000,00 2.000,00
  Bis 90 Tage 7.200,00 4.700,00
  Bis 1 Jahr 14.500,00 6.000,00
       

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Küstenpatent Opatija

Küstenpatent

Küstenpatent Opatija

AC Nautik-Kurs – das Küstenpatent in gepflegter Umgebung

 

Die Kleinstadt Opatija ist ein Seebad an der Kvarner-Bucht, auf der Halbinsel Istrien im Nordwesten Kroatiens. Einst war das Städtchen ein mondänes Seebad und bevorzugter Winterkurort der Donaumonarchie. Opatija liegt auf einem relativ schmalen Landstreifen zwischen der Adria und dem Fuß des Učka-Gebirgsmassivs. Der Kurort ist von einer üppigen subtropischen Vegetation umgeben. Rijeka ist etwa 18 km von entfernt.

Kurs Opatija – optimal vorbereitet zur Küstenpatent-Prüfung

Es ist absolut sicher – die Prüfung zum Küstenpatent lässt sich selbst für den Motiviertesten nur mit der Teilnahme an einem gut organisierten Küstenpatentkurs bewältigen. Nur der garantiert eine umfassende und optimale Vorbereitung, zwingt die eventuelle Durchfall-Quote in einen nicht mehr messbaren, niedrigen Bereich.

 

Küstenpatent B inkl. UKW für Kroatien

Ein Kroatien-Urlaub bietet variantenreiche Möglichkeiten, erholsame Stunden, besondere Erlebnisse und Aktivitäten miteinander zu verbinden. Eine der außergewöhnlichsten und anhaltenden Varianten ist der Erwerb des kroatischen Küstenpatents – „Boat Skipper B mit UKW Sprechfunklizenz“.

 

Der Bootsführerschein „Boat Skipper B mit UKW Sprechfunklizenz“

Dieser Bootsführerschein berechtigt zum Führen und Chartern verschiedener motorbetriebener Wasserfahrzeuge und ermöglicht, eine völlig neue Art des Urlaubs in Kroatien zu erleben. Sie genießen und erleben einsame Buchten, die Sie nur auf dem Wasserweg erreichen können und umfahren die gern überfüllten Touristenstrände.

 

Erholsamer und atemberaubender Urlaub nach dem Wetterbericht

Jeder kennt es – keiner mag es! Schlechtes Wetter drückt auf die Urlaubsstimmung. Mit dem Küstenpatent haben Sie die Möglichkeit, dem blauen Himmel, dem Sonnenschein zu folgen. Küstenwetter ist oft schon auf kurze Distanzen grundverschieden.

 

Nutzen Sie das Küstenpatent für Tagesausflüge. Genießen Sie es, lassen Sie sich den frischen Wind um die Nase wehen. Auf See müssen Sie sich nicht über Baustellen ärgern. Vielleicht überrascht sie die See mit netten Begleitern. Unvergesslich ist das Erlebnis, wenn schwimmende, springende Delfine das Boot begleiten. Dieser Anblick erfreut auch die Jüngsten!

Der Bootsführerschein B inkl. UKW-Seesprechfunk berechtigt zum Führen von Segel- und Motoryachten sowie Jet-Ski ohne kW-Einschränkung der Motorisierung. Erlaubt sind Boote bis zu 30 BRZ, je nach Bauart sind das Boote bis zu ca. 18 m Länge.

Die UKW-Seesprechfunkberechtigung für Kroatien (die Prüfung kann mit dem vollendeten 16. Lebensjahr abgelegt werden) ist wichtig, wenn Sie im Land ein Boot chartern möchten. Die meisten Charterboote sind inzwischen mit UKW-Seesprechfunk ausgerüstet und dürfen folglich nur an Skipper mit Bootsführerschein B inkl. UKW-Seesprechfunklizenz verchartert werden.

Wer „A“ sagt, muss nicht zwangsläufig auch „B“ sagen

Bei den Bootsführerscheinen unterscheidet man zwei Arten der Berechtigung, kann zwischen dem Boat Skipper „A“ und dem Boat Skipper „B“ gewählt werden.

Der Bootsführerschein A bietet allerdings nur sehr eingeschränkte Rechte. Nur mit dem Boat Skipper „B“ genießen Sie das Recht, sich uneingeschränkt von der Küste zu entfernen und dürfen die kW-Motorleistung Ihres gewünschten Bootes frei wählen.

 

In welchen Staaten wird das Küstenpatent „Boat Skipper B“ anerkannt

Von den nachfolgenden Staaten hat AC Nautik e. U. schriftliche Dokumente über die Gültigkeit des Küstenpatentes angefordert. Diese Dokumente bestätigen die Gültigkeit des Küstenpatentes in diesen Staaten (für österreichische Staatsbürger):

Italien – Slowenien – Griechenland – Spanien – Frankreich und Südafrika

Warum mit AC Nautik e. U.

Weil wir seit Jahren kompetent, seriös und erfahren arbeiten, sind wir auch für andere Arten von nautischen Kursen, Schulungen und Ausbildungen der perfekte Ansprechpartner an der kroatischen Küste und in Österreich. Nutzen Sie unser Komplettangebot und informieren Sie sich unverbindlich bei unserem kostenlosen telefonischen Support. Wir beraten Sie gern und umfassend über unser breites Leistungsangebot.

Haben Sie noch Fragen? Kontaktieren Sie unseren kostenlosen Telefonsupport.

Küstenpatent B
Küstenpatent B

 

IC Patent – Internationales Zertifikat zum Führen von Sportfahrzeugen

Bootsunfälle

IC Patent

Internationales Zertifikat zum Führen von Sportfahrzeugen

 

Nachfolgendes mag verwirrend klingen – im klassischen Beamtendeutsch ist alles folgerichtig erfasst und definiert.

 

Es lebe der kleine Unterschied

Da ist zunächst ein umgangssprachlich genanntes „Donaupatent“, das eigentlich – das immer noch gültige „Schiffsführerpatent C“ definierte und ausschließlich auf der Donau als Befähigungsnachweis gültig ist. Dazu gesellt sich das „Österreichische Schiffsführerpatent – 10 Meter“, das auf allen Binnengewässern – der Wasserstraße Donau und allen Flüssen und Seen Österreichs als Befähigungsnachweis gültig ist und es heißt im Volksmund, wie könnte es anders sein, „Donaupatent“.

 

Internationale Anerkennung:

Inhaberinnen und Inhaber eines inländischen Befähigungsausweises können bei der Behörde, die den Ausweis ausgestellt oder anerkannt hat, die Ausstellung eines „Internationalen Zertifikates für Führerinnen und Führer von Sportfahrzeugen“ beantragen. Dieses gilt im Inland jedoch nicht als Befähigungsausweis.

 

Hinweis:

Und hier gibt es keinen Unterschied. Diese Information gilt nicht für den Bodensee und den Alten Rhein von seiner Mündung bis zur Straßenbrücke Rheineck-Gaissau sowie für den Neuen Rhein von der Mündung in den Bodensee bis zur Straßenbrücke Hard-Fussach. Auskünfte über die auf diesen Gewässern geltenden Vorschriften erteilt die Bezirkshauptmannschaft Bregenz, Bahnhofstraße 41, 6900 Bregenz, Tel. +435574/49510.

 

Europa entdecken – mit dem „Schiffsführerpatent – 10 Meter“

Das „Internationale Zertifikat für Führer von Sportfahrzeugen“, die international anerkannte Version des österreichischen „Schiffsführerpatent – 10 Meter“ könnte der Schlüssel sein, um Europas Wasserstraßen, Seen und Flüsse zu entdecken. Egal ob Traunsee oder Gardasee, ob Rhein, Po oder Wolga, Möglichkeiten könnte es viele geben. Es gibt sogar einen landschaftlich traumhaften Wasserweg von Wien nach Sankt Petersburg. Doch leider gibt es auch Politiker und die haben ihre eigenen Vorstellungen, sind unfähig aus der Vergangenheit Konsequenzen zu ziehen. Der Traum ganz Europa vom Wasser aus zu erkunden, mit fremden Skippern Freundschaftsbande zu knüpfen wird wohl immer nur ein Traum bleiben.

 

Illusionen

Daran wird auch das „Internationale Zertifikat für Führer von Sportfahrzeugen“ nichts ändern können Auch wenn es international gültig ist, heißt das noch lange nicht, dass sich Grenzen öffnen und das rot-weiß-rot ausgeflaggte Sportboote in osteuropäischen Gewässern willkommen sind.

Donaupatent

Donaupatent

Bootssport – auf der schönen, blauen Donau

Die Donau

Die Donau ist bei mittlerer Wasserführung und einer Gesamtlänge von 2857 Kilometern der zweitgrößte und zweitlängste Fluss Europas. Er durchfließt oder berührt dabei zehn Länder – so viele wie kein anderer Fluss auf diesem blauen Planeten.

 

Die Donau ist wohl eine der ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten. Spannungen und Kriege lösten immer wieder Sperrungen oder Behinderungen der Wasserstraße aus. Mit dem Fall des Eisernen Vorhanges bekam die Donau ihre wirtschaftliche Bedeutung zurück.

Von der deutschen bis an die slowakische Grenze durchfließt die Donau auf rund 349 Kilometer das Staatsgebiet Österreichs und sie überwindet dabei einen Höhenunterschied von mehr als 150 Metern. Dieses Energiepotenzial nutzen die neun Donaukraftwerke zur Gewinnung von Energie aus Wasserkraft. Zur Überwindung des Höhenunterschieds muss die Schifffahrt an jedem dieser Kraftwerke eine Schleuse passieren.

Donaupatent – offiziell Schiffsführerpatent 10 m

Schiffsführung auf Binnengewässern

Um ein Schiff, Boot oder Waterbike auf Binnengewässern selbstständig führen zu können, brauchen Sie bis auf einige Ausnahmen einen Befähigungsausweis, den Sie nach Ablegung einer Prüfung bekommen:

 

Das Schiffsführerpatent – 10 m (im Sprachgebrauch auch Donaupatent)

berechtigt zur selbständigen Führung von Kleinfahrzeugen bis zu einer Länge von 10 Metern auf Wasserstraßen und sonstigen Binnengewässern.

 

Nachstehendes gilt für das Schiffsführerpatent – 10 m:

 

Mindestalter

Vollendung des 18. Lebensjahres

Geistige und körperliche Eignung zur Führung des Fahrzeuges

  • durch ein ärztliches Gutachten über die Eignung zum Lenken eines Kraftfahrzeuges der Klasse B und über ausreichendes Farbunterscheidungsvermögen oder
  • durch ein Befähigungszeugnis eines EU- oder EWR-Staats oder der Schweizerischen Eidgenossenschaft für die selbstständige Führung von Kraftfahrzeugen und ein ärztliches Gutachten über ausreichendes Farbunterscheidungsvermögen oder
  • durch ein Befähigungszeugnis eines EU- oder EWR-Staats oder der Schweizerischen Eidgenossenschaft für die selbstständige Führung von Luft- oder Triebfahrzeugen.

Verlässlichkeit

Für 10 m – Patente gilt der Nachweis als erbracht, wenn ein zu Recht bestehendes, von einem EU- oder EWR-Staat oder der Schweizerischen Eidgenossenschaft ausgestelltes Befähigungszeugnis zur selbständigen Führung von Trieb-, Kraft- oder Luftfahrzeugen vorgewiesen werden kann.

Die Prüfung Schiffsführerpatent – 10 m umfasst folgende Themen und Kriterien

 

  1. a) Allgemeine Fachgebiete: Vorschriften, Gewässerkunde
  • Kenntnis der schifffahrtspolizeilichen Vorschriften,
  • Kenntnis der wichtigsten Gewässermerkmale in geographischer, hydrologischer, meteorologischer, morphologischer und nautischer Hinsicht,
  1. b) Navigation; Manövrieren und Führen des Fahrzeugs
  • allgemeine Kenntnisse der Navigation, insbesondere Positions- und Kursbestimmung,
  • Steuern des Fahrzeugs unter Berücksichtigung des Einflusses von Wind, Strömung, Sog und Tiefgang, Beurteilung einer ausreichenden Schwimmfähigkeit und Stabilität,
  • Zweck und Funktion des Ruders und der Schiffsschraube;
  • Ankern und Festmachen,
  • Manöver in der Schleuse
  • Manöver in Häfen, Manöver beim Begegnen und Überholen,
  1. c) Bau und Stabilität des Fahrzeugs
  • Grundkenntnisse im Schiffsbau, insbesondere im Zusammenhang mit der Sicherheit von Personen an Bord und des Fahrzeugs,
  • Grundkenntnisse über die wichtigsten Bauelemente von Fahrzeugen,
  • Grundkenntnisse über Stabilität und Schwimmfähigkeit sowie über deren praktische Anwendung,
  1. d) Schiffsmaschinen
  • Grundkenntnisse über Bau und Arbeitsweise von Bootsmotoren,
  • Bedienung und Betriebskontrolle, Verhalten im Störfall,
  1. f) Verhalten unter besonderen Umständen
  • Grundsätze der Unfallverhütung,
  • Bedienung der Rettungsausrüstung,
  • Erste Hilfe bei Unfällen,
  • Brandverhütung und Bedienung der Feuerlöschgeräte,
  • Maßnahmen bei Havarien, Kollisionen und Festfahren einschließlich der Abdichtung eines Lecks,
  • Reinhaltung des Gewässers

Zusätzliche Fachgebiete für die Führung von Fahrzeugen unter Radar:

  • Grundkenntnisse über Funkwellen und die Arbeitsweise von Radaranlagen, den Gebrauch des Radargerätes, die Auswertung des Radarbildes und die vom Gerät gelieferten Informationen sowie die Grenzen solcher Informationen,
  • Grundkenntnisse über den Wendegeschwindigkeitsanzeiger
  • Kenntnis der schifffahrtspolizeilichen Vorschriften, über die Radar gestützte Schiffsführung.

Die Führung von Fahrzeugen unter Radar

Die Berechtigung zur Führung von Fahrzeugen in der Radarfahrt gemäß § 6.32 der Wasserstraßen-Verkehrsordnung – WVO, BGBl. II Nr. 289/2011 in der geltenden Fassung, kann optional mit einem Kapitänspatent – A oder B, einem Schiffsführerpatent – 20 m oder einem Schiffsführerpatent – 10 m erworben werden. Ohne diese Berechtigung darf ein Radargerät zwar in Betrieb genommen werden, aber gemäß § 6.33 der WVO muss bei beschränkten Sichtverhältnissen unverzüglich der nächste sichere Liege- oder Ankerplatz angelaufen werden. Voraussetzung für die Radarfahrt ist neben der Berechtigung auch ein typgeprüftes Flussradar, ein Wendegeschwindigkeitsanzeiger und ein Sprechfunkgerät (siehe § 4.06 und § 6.32 der WVO).

 

  1. Zusätzliche Fachgebiete für die Beförderung von Fahrgästen:
  • Maßnahmen zum Schutz der Fahrgäste im Allgemeinen sowie insbesondere bei Evakuierung, Havarie, Kollision, Auflaufen, Brand, Explosion und anderen Panik auslösenden Situationen.

 

Die Beförderung von Fahrgästen

Die Berechtigung zur Beförderung von Fahrgästen kann wahlweise mit jedem Kapitänspatent und jedem Schiffsführerpatent erworben werden. Diese Berechtigung ist nicht nur für das Führen von Fahrgastschiffen erforderlich, sondern auch für die Beförderung von bis zu 12 Fahrgästen auf anderen Fahrzeugen.

(Quelle: Eine Information des BMVIT – der Obersten Schifffahrtsbehörde, A-1000 Wien)

Genau hinschauen genügt nicht – büffeln ist angesagt

Der gefasste Entschluss, den Bootsführerschein „Schiffsführerpatent 10 m“ zu machen, entspricht dem langgehegten und gereiften Wunsch. Klar war von vornherein, dass der Entschluss den Schein zu machen, Geld und noch viel mehr Zeit kosten würde. Dabei sind die Tage für den Kurs und die Prüfung das geringste Problem und leicht in den Griff zu bekommen. Kritischer ist da, das Erlernen des gesamten Schifffahrtswesens mit seinen ganzen Anhängseln.

Seien Sie versichert mit einem guten Partner an Ihrer Seite, der Ihnen ein gutes Skriptum mit entsprechender Unterstützung bis zur Prüfung anbietet, haben Sie bereits die erste Hälfte des vermeintlichen Problems gelöst. Was jetzt noch fehlt ist Ihr persönliches Engagement und das wird immer stärker, je tiefer Sie in die Materie eindringen. Am Ende steht die Prüfung und die werden Sie sicher bestehen – warum das so sicher ist? Ganz einfach, weil Sie es wollen.

Die Lagune von Venedig und viel Mehr

Die Lagune von Venedig und viel Mehr

 

Nach einem zünftigen Empfang hat das Jahr 2019 seine ersten Wochen erfolgreich hinter sich gebracht. Nachdem nun alles wieder in seinen gewohnten Bahnen läuft, blitzen die ersten leuchtenden Gedankensplitter „Urlaub“ auf. „Wann“, „Wo“ und „Wie“ sind die drei Unbekannten, sind gleichzeitig wichtige Eckdaten der Urlaubsplanung, die möglichst unter einen Hut gebracht werden sollten.

Küstenpatent war schon – erfolgreich

Im letzten Jahr gehörte die erste Urlaubswoche dem kroatischen Küstenpatent war für den abschließenden Kurs bei AC Nautik e.  U. reserviert und wurde erfolgreich mit der bestanden Prüfung erfolgreich abgeschlossen. Es folgten 14 traumhafte Tage auf einem Charterboot. Erste Erfahrungen als Skipper wurden gesammelt und dokumentiert.

Urlaubsfaszination bei Freunden

Was liegt näher, als wieder einen Urlaub auf dem Wasser zu verbringen. Freunde kehrten vor zwei Jahren begeistert aus dem Urlaub zurück, aus einem Urlaub auf einem gecharterten Hausboot. Das befahrene Revier, die Basis vieler fantastischer Erzählungen war die nördliche Adria – die venezianische Lagune mit ihren Inseln – die Serenissima aus neuer Perspektive – der Brenta-Kanal mit seinen historischen Villen mit dem Törn ins Zentrum von Padua – Chioggia mit seinen ungezählten Fischrestaurants der Spitzenklasse und schließlich noch das Po-Delta mit seiner geheimnisvollen Artenvielfalt. Und immer ähnliche Worte zum Abschluss: „seid versichert, diesen Törn mit seinen unendlich vielen Variationsmöglichkeiten machen wir demnächst wieder. Etwas schöneres (und das so nah gelegen) können wir uns zurzeit nicht vorstellen“.

Urlaubsdomizil – ein Hausboot

Nur nicht gleich abwinken – so ein Hausboot hat viele, schöne und nützliche Seiten und entschleunigende Möglichkeiten. Der Skipper – und das sind Sie – bestimmt den Kurs, steuert die Ziele an und gibt die Zeit für einen Aufenthalt vor. Verweilen, wo es ihnen gefällt und Ihr Reisegepäck ist an Bord immer greifbereit.

Nach der gründlichen Einweisung in das Boot und in die Sicherheitsausrüstung und erfolgter praktischer Handhabung des Bootes beim Fahren, wurde schnell klar, dass zwischen einem Muli im Gebirge und einem Hausboot auf dem Wasser, einige wesentliche Eigenschaften fast gleich sind: Gutmütigkeit, eine gewisse Sturheit, die sich in Gemächlichkeit ausdrückt und man kann einiges zuladen oder aufpacken.

Folglich wird Ihnen Ihr Hausboot – Ihr schwimmendes Domizil – von Stunde zu Stunde vertrauter. Spätestens nach zwei Tagen wissen Sie, wo sich was befindet und wie das Boot unter den jeweiligen Umständen reagiert.  Und dass es durchaus angebracht war, Fahrräder mit an Bord zu nehmen. Mit ihnen kann man auf Entdeckungsreise oder kurz zum Einkaufen fahren.

Vorfreude ist das Plus der Vorbereitung

Wenn Sie die Eckpunkte Ihres Hausboot-Törns festgelegt haben und grob abschätzen können, was Sie alles sehen oder besichtigen wollen, dann beschaffen Sie sich die entsprechenden Führer und vor allem gutes Kartenmaterial, selbiges erspart Ihnen unangenehme Überraschungen. In der Basis, bei der Übernahme des Bootes haben Sie dann noch die Möglichkeit, Besonderheiten auf Ihrem geplanten Törn abzuklären.

Start- und Endpunkt der Reise –

Wo Sie Ihren Hausboot-Törn beginnen, ist Ihr Entscheidung. Sie haben grundsätzlich die Möglichkeit Ihren Törn in der Hausbootbasis in Casale sul Sile oder in Chioggia zu starten und am Ende wieder an Ihren Ausgangspunkt zurückzukehren und das Hausboot abzuliefern. Es besteht aber auch die Möglichkeit, das Hausboot am Punkt „A“ zu übernehmen und am Schluss der Tour am Punkt „B“ zurückzugeben. Die dazu notwendige Organisation kann von der Hausbootbasis übernommen werden.

Der Urlaubstörn in der Lagune

Das Angebot an Möglichkeiten ist so überwältigend, dass diese hier nur kurz angerissen werden können und Ideen nur angestoßen werden können

Venedig, die Serenissima:

Die Lagune von Venedig, der Canale Grande und der Blick über den Markusplatz, mit Glockenturm, Markusdom und Dogenpalast garantieren Hausbooturlaubern unvergessliche Momente. Dieser Ort mit all seiner Schönheit und Originalität ist unumstritten der spektakulärste.

Die Lagune, das Hausboot im Besonderen verlangt keinen Führerschein, jedoch im Gewirr der Boote ein Mehr an Aufmerksamkeit. Belohnt werden Sie abseits der Touristenströme durch individuelle Ansichten auf die malerischen Inseln. Entdecken Sie die Insel der Glaskünstler, Murano – die Insel Burano, Insel der Spitzenklöpplerinnen – oder Torcello mit seiner Basilika mit den verzaubernden Mosaiken.

Chioggia:

Besuchen Sie Chioggia – das südliche Tor der Lagune zum Meer – und nur durch Brücken mit dem Festland verbunden. Faszinierend die intakte mittelalterlich Altstadt mit ihren Cafés und Restaurants – nicht übersehen werden sollte der morgendliche Fischmarkt mit seinem hektischen Treiben.

Fischerdörfer:

Mit dem Hausboot eines der vielen Fischerdörfer in der Lagune anzusteuern, erfreut nicht nur das Auge, sondern ist auch erbaulich für Freunde guter Fischgerichte. Pellestrina mit seinen farbigen Häusern ist eine Wohltat für Augen und Gaumen. Pellestrina, die 11 Kilometer lange Insel beginnt südlich des Lidos (hier trennt der Malamoccokanal beide) und reicht bis kurz vor Chioggia.

Der Brenta Kanal ein absolutes Highlight

Rechts und links des Brenta Kanals präsentiert sich Venetiens prachtvolle Architektur des 16. Jh.. Die Adligen und Reichen ließen an dem Ufer des Wasserweges prachtvolle Villen und Sommerresidenzen von namhaften Architekten mit so berühmten Namen wie Andrea Palladio, Girolamo Frigimelica, Francesco Maria Preti oder Vincenzo Scamozzi. Errichten. Noch heute finden Sie entlang des Brenta Kanals rund 30 zum Teil restaurierte Villen, einige davon sind für Besucher geöffnet.

Der Brenta Kanal endet in der Stadt Stra, wo die imposantesten Villen des Veneto stehen, wie die Villa Pisani, ein UNESCO Weltkulturerbe.

 

 

Villa Pisani:

Die Villa Pisani ist zweifellos die berühmteste Villa an der Riviera del Brenta. Fast wie ein Schloss wirkt der imposante Bau aus dem 18. Jahrhundert mit 114 Zimmern. Hinter der Villa Pisani erstreckt sich ein prachtvoller Park mit zahllosen Teichen, Springbrunnen, Pavillons, Alleen und einem großen Aussichtsturm in der Mitte.

 

Brenta Fluss:

Etwa eine Stunde später erreichen Sie die letzte Schleuse in Noventa Padovana und erreichen die Innenstadt von Padua entlang den antiken römischen Stadt-Mauern.

Der Fluss hat fünf Schleusen und acht Zug- bzw. Drehbrücken, bevor man das Zentrum Paduas erreicht. Padua ist echtes Juwel. Sie ist die älteste Stadt Venetos und bestand bereits im ersten Jahrtausend nach Christus.

 

 

Das Po Delta – Weltkulturerbe und Nationalpark

Wer genügend Zeit hat, dem wird die Rundreise durch das Po-Delta mit Besuch der Städte Mantua und Ferrara ans Herz gelegt und der Besuch des Nationalparks empfohlen.

 

Schiffsverkehr:

Auf den Kanälen von Chioggia zum Po-Delta gibt es kaum Schiffsverkehr, teilweise sieht man kein anderes Boot, das beeindruckt besonders auf dem sehr breiten Po.

Im Süden von der Lagune, im Po Delta, befindet sich eine Unzahl an Flüssen und Seen, die alle unter Naturschutz stehen und oft nur einige hundert Meter vom Meer entfernt sind.  Außerdem ist der südliche Teil des Delta als Nationalpark klassifiziert und eröffnet eine eigene Welt. Die sehr ruhige Fahrt mit dem Hausboot durch ein Vogelschutzgebiet begeistert jeden Naturliebhaber.

Das gewaltige Naturschutzgebiet beeindruckt mit einer Vielzahl von Vogelarten, wie die rosa Flamingos, Reiher, Schnepfen. usw.

Comacchio:

Die Stadt aus dem 14. Jahrhundert zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie ist ein wahrer Schatz des Mittelalters und der Renaissance und war Residenz der Herzöge von Este, die im Po-Delta regierten. Die entlang der Lagunen gelegene Stadt Comacchio ist wunderschön und scheint meisterhaft vom Wasser erschaffen worden zu sein. Comacchio liegt auf 13 kleinen, von engen Kanälen begrenzten Inseln, die durch imposante Brücken miteinander verbunden sind. Ist bekannt für den Fund der antiken etruskischen Stadt Spina, die nach den groß angelegten Arbeiten zur Trockenlegung der Lagunen in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts entdeckt wurde. Im 8. Jahrhundert war Comacchio eine Handelsstadt, deren Einwohner Handel mit den Langobarden betrieben. Entlang des Flusses Po und seiner Zuflüsse wurde mit Salz, Öl und orientalischen Gewürzen gehandelt.

 

 

 

 

 

 

 

Signalmittel – Sicherheit an Bord

Signalmittel – Sicherheit an Bord

Einsatz pyrotechnischer Seenotsignale – ein Gefahrenmoment

 

Die Pyrotechnik weist auf eine Technik in Verbindung mit – meist explosiv ablaufender – Verbrennung hin. Effekte, die mit der Pyrotechnik erzeugt werden können, sind Rauch, Licht, Schall oder ähnliche Effekte auch in Kombination.

 

Pyrotechnische Signale in der Schifffahrt

In der Schifffahrt wird die Pyrotechnik zur Alarmierung bei Notfällen eingesetzt. Verwendet werden Handfackeln (rot), Blitz-Knall-Signale, Signal- oder Fallschirmraketen (rot) und Rauchsignale (orange).

 

Notfälle sind eher selten – trotzdem…

Beim Befahren von Gewässern ist ein gewisses Gefahrenpotenzial nicht generell auszuschließen. Ein Brand an Bord, unvorhergesehene Strömungsverhältnisse, plötzlich auftretende Witterungseinflüsse oder die Gefährdung durch ein anderes Fahrzeug sind immer denkbar. Mit den Möglichkeiten der Notsignalmittel ist es leicht machbar, andere auf sich aufmerksam zu machen.

 

In aller Regel ereignen sich Notfälle auf dem Wasser eher selten, sind Einsätze der pyrotechnischen Notsignale daher nicht alltäglich. Was einerseits mehr als nur erfreulich ist, andererseits aber auch ein gewisses Risiko beinhaltet, denn pyrotechnische Signalmittel in ungeübten Händen, können zu schwersten Unfällen führen.

Es sollte daher selbstverständlich sein, sich mit der Materie vertraut zu machen und gelegentlich in aller Ruhe und gut vorbereitet ein pyrotechnisches Signalmittel zu zünden.

 

Tipps für den richtigen Umgang mit den pyrotechnischen Notsignalen

 

  • Nur zugelassene Signalmittel an Bord haben, deren Verfallsdatum nicht vor dem Ende der Reise erreicht wird.
  • Pyrotechnische Signale stets sicher in einem geeigneten Behälter verstauen. Der Crew zeigen, wo die pyrotechnischen Signale verstaut sind.
  • Die Crew über den richtigen Gebrauch pyrotechnischer Signale unterrichten, sie nur so zu benutzen, wie es in der Betriebsanleitung beschrieben wird
  • Pyrotechnische Signale nur in einer Notlage einsetzen.
  • Hand- und Rauchfackeln zum Einsatz am seitlich ausgestreckten Arm waagerecht nach Lee (windabgewandte Seite) halten, sodass der Abbrand nicht auf die Haut oder Kleidung fallen kann.
  • Rote Handfackeln am Tage und bei Nacht einsetzen.
  • Signalraketen nicht über Kopfhöhe zünden, nur am leicht nach oben ausgestrecktem Arm.
  • Orangefarbene Rauchsignale nur bei Tage verwenden – nicht bei starkem Wind.
  • Versager der pyrotechnischen Signalmittel sofort nach Lee über Bord werfen.

 

  • Pyrotechnische Signale niemals auf einen Menschen richten, denn aus pyrotechnischen Signalen können – mit sehr hoher Geschwindigkeit – gefährliche Projektile, heiße Flammen und dichter Rauch austreten.
  • Nach einer Verletzung durch pyrotechnische Signalmittel umgehend einen Arzt aufsuchen.

 

  • Pyrotechnische Signale nur durch Rückgabe an den Fachhandel oder Hersteller entsorgen.

 

Was Sie bei pyrotechnischen Signalmitteln unbedingt vermeiden müssen

 

  • Pyrotechnische Signale verwenden, deren Verfallsdatum überschritten ist oder die beschädigt oder verbeult sind.
  • An Versagern hantieren oder pyrotechnische Signalmittel auseinandernehmen.
  • Pyrotechnische Signale hohen Temperaturen, Feuchtigkeit und Dampf aussetzen.

Kindern Zugriff zu pyrotechnischen Signalen ermöglichen.

  • Pyrotechnische Signalmittel in öffentlichen Verkehrsmitteln transportieren oder mit der Post versenden.

 

Es gehört zur Sorgfaltspflicht eines Skippers, sich mit den unterschiedlichen Notsignalmitteln zu befassen, die geeigneten Signalmittel auszuwählen und diese mitzuführen. Der korrekte Einsatz dieser Mittel im richtigen Moment kann über Leben und Tod entscheiden.

 

Weitere Infos:

https://www.youtube.com/watch?v=Bw3wpUdQZPM

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rettungswesten – Sicherheit an Bord

Bootsunfälle

Rettungswesten – Sicherheit an Bord

 

So selbstverständlich wie der Sicherheitsgurt beim Autofahren oder der Schutzhelm beim Bergsteigen im felsigen Gelände, sollte das Tragen der Schwimm- oder Rettungsweste beim Bootssport sein. Dafür sprechen eine Reihe handfester Gründe.

 

Eintauchschock, Unterkühlung und seine Folgen

Fast jeder hatte schon einmal Körperkontakt mit kaltem Wasser und weiß, zu welchen Reaktionen der menschliche Körper neigt. Schnappatmung und Pulsrasen sind da noch relativ harmlose Auswirkungen. Wer aber in voller Montur von einem Boot in 10 °C kaltes Wasser fällt, der verliert in kürzester Zeit jede Chance zur Selbstrettung. Die Faustregel besagt: Wassertemperatur in °C = Minuten Handlungsspielraum d. h. bei einer Wassertemperatur von 15 °C verbleiben ca. 15 Minuten Aktionsspielraum, danach wird es ohne zusätzliche fremde Hilfe kritisch.

 

Bei Bergungsmaßnahmen unterstützen

Sich schwimmend über Wasser zu halten, erfordert Kraft und Konzentration und schränkt die eigene Unterstützung bei dem Rettungseinsatz ein. Zusätzlich kann der Auftrieb der Schwimmweste den Wiedereinstieg in das Boot ermöglichen.

 

Schwimm- oder Rettungsweste – wo ist der Unterschied

Schwimmwesten sind in erster Linie Schwimmhilfen, während Rettungswesten ohnmachtssicher sind. Diese Art der Westen hält auch einen Bewusstlosen in einer Schwimmlage, die die Atemwege frei über Wasser hält. Bei Rettungswesten sind die Schwimmkörper nur im Brustbereich angebracht und ein Schwimmkragen sichert den Kopf.

Schwimmwesten sind ohne Kragen, bei ihnen befinden sich die Auftriebskörper im Rücken- und Brustbereich.

 

Beim Bootssport herrscht Automatik vor

Beim Bootssport sollten grundsätzlich nur automatisch funktionierende Rettungs- oder Schwimmwesten (Feststoff oder automatisch aufblasbar) zum Einsatz kommen. Gerade beim Bootssport sollte immer damit gerechnet werden, dass jemand unerwartet über Bord gehen kann.

 

Vor- und Nachteil der Auftriebsarten

Feststoffwesten haben den Vorteil, dass sie wartungsfrei sind und auch bei mechanischer Beschädigung ihren Auftrieb behalten. Nachteile: Feststoffwesten sind voluminöser, tragen und fallen auf, können die Bewegungsfreiheit je nach Modell etwas einschränken.

Aufblasbare Westen – hier besonders die automatisch aufblasbaren Westen – müssen regelmäßig gewartet werden. Bei Beschädigung der Auftriebskörper geht der Auftrieb verloren, die Weste ist wertlos. Vorteil dieser Westen ist, sie sind wesentlich kleiner, bequemer und unauffälliger zu tragen, behindern die Bewegungsfreiheit nicht oder nur unwesentlich.

 

Jedem Sport seine Weste

Bootssport kann anspruchsvoll werden oder schon von Haus aus sein. Also reagieren die Hersteller der Schwimm- und Rettungswesten mit entsprechenden Angeboten.

 

Schwimmwesten als Regattaweste:

Die Form der Weste ist so gestaltet, dass sie die Bewegung beim Sport möglichst wenig einschränkt. Um ein Hängenbleiben zu verhindern, werden Regattawesten als Schlupfwesten konzipiert, auf Gurte und Taschen wird möglichst verzichtet.

 

Schwimmwesten als Tourenweste:

Die Weste wird mit Frontverschluss angelegt, hat meist Gurte, Taschen und Befestigungsmöglichkeiten für Berge- und Sicherungseinrichtungen oder Ausrüstung.

 

Schwimm- und Rettungswesten und der Gesetzgeber

Beide Westen unterliegen als „Persönliche Schutzausrüstung“ der EU-Richtlinie 89/686/EWG. Um in der EU verkauft werden zu dürfen, müssen sie das CE-Kennzeichen tragen.

 

Für weitere sicherheitstechnische Anforderungen wird auf die Norm EN ISO 12402 verwiesen. Diese führt aus, dass Kenndaten an den Rettungswesten direkt oder auf einer gesonderten Anleitung sichtbar sein müssen.

 

Wichtig

Bei der Auswahl Ihrer Rettungs- oder Schwimmweste sollten Sie Ihre Einsatzbedingungen berücksichtigen und auf eine gute Passform achten. Die Weste sollte über ausreichende Einstellmöglichkeiten verfügen, sodass diese sowohl mit Badebekleidung als auch mit Wetterschutzbekleidung bequem und sicher passt.

Seewetter – Nautiker

Seewetter für Nautiker im Mittelmeer

Wichtig für die Schifffahrt ist das Wissen um das Wetter

Viele Faktoren spielen in der christlichen Seefahrt eine wichtige Rolle. Zu keiner Zeit sollte der Einfluss des Wetters außeracht gelassen oder gar unterschätzt werden.  Was sich vor Tagen in der Nordsee mit dem Containerfrachter abgespielt hat, ist ein drastisches Beispiel dafür. Fast täglich ereignet sich irgendwo auf den Weltmeeren und Gewässern etwas was kaum fassbar, aber unter gewissen Umständen voraussehbar gewesen wäre.

Dabei wird weltweit unwahrscheinlich viel in die Sicherheit der Schifffahrt investiert. Wetterdienste senden mehrmals täglich ihre Vorhersagen oder setzen Warnungen ab. Jeder Skipper ist gut beraten, wenn er sich im Voraus über die Informationsmöglichkeiten – die das Wetter betreffen – informiert.

Aktuelles Wetter in Kroatien

Das Wetter in Kroatien ist meist dreigeteilt, will heißen, es gibt für den langen Küstenstrich drei angepasste Wetterberichte – NORD-Adria – MITTEL-Adria – SÜD-Adria. Wer die Adria kennt, weiß wie wichtig diese Einteilung ist. Häufig genug herrschen schon im Bereich der Sichtweite unterschiedlichste Wind- oft sogar Wetterverhältnisse. Dazu können sich die Wetter-Verhältnisse in kürzester Zeit ändern. Gelegentliche Blicke auf ein Barometer und gen Himmel sind bei einem Törn sicher nicht verkehrt, sie gehören zu den Pflichten eines Skippers.

Genauso wichtig ist das Vorhandensein der wichtigsten URLs von den Küsten-Wetterstationen in Kroatien z. B.:

Seewetterbericht von Meteo  

„DER SEEWETTERBERICHT DES SEEWETTERZENTRUMS SPLIT VOM 04.01.2019 UM 1200 UHR

WARNUNG

Örtliche Nordost- und Nordwestböen, 35-60 kn, ab Mitternacht 35-45. Das Meer auf dem Offenen Mittel- und Südadrias stellenweise 5. Auf dem Offenen sind Gewitter möglich.

 

DIE LAGE

Der Hochdruckkeil stärkt aus Nordwesten zur Adria und das Tief vom Ägäischen Meer verlagert sich zum Schwarzen Meer. Man erwartet die geschwächte Frontstörung aus Norden.

WETTERVORHERSAGE FUER DIE ADRIA FUER DIE NAECHSTEN 12 STUNDEN

Bora und Tramontana, 12-28 kn, auf der Mittel- und Südadria stellenweise bis 34, auf der Nordadria, allmählich nachlassend auf 8-18 kn und auf dem Offenen drehend auf Nordwestwinde. Das Meer 3-4, auf dem Offenen Mittel- und Südadrias 4-5, am Tagesende und in der Nacht auf der Nordadria stillend. Im Küstenbereich teils heiter. Auf dem Offenen wechselnd bewölkt mit der leichten Regen oder Schnee, Gewitterschauer sind auch möglich.

WETTERAUSSICHT FUER DIE ADRIA FUER DIE WEITEREN 12 STUNDEN

Bora und Tramontana, allmählich nachlassend und auf dem Offenen drehend auf Nordwest, auf der Mittel- und Südadria bleiben die Winde stellenweise stark. Das Meer stillend auf schwach bis leicht bewegt, auf der Mittel- und Südadria leicht bis mäßig bewegt. Leichte Niederschläge und Donner sind möglich, überwiegend auf dem Offenen (alle mit Douglas Skala und Beaufort Skala)“.

Speziell für Segler ist dieser Wetterbericht zusammengestellt.

Sehr informativ und hilfreich sind auch die Wetter-, Wind- und Wellenvorhersagen für die einzelnen Küstenregionen von Windfinder:

Region Umag  –  Region Biograd  –  Region Rovinj  –  Region Sibenik  –  Region Malinska/Krk  –  Region Rogoznica  –  Region Pag/Novalja  –  Region Split  –
Region Siba  –  Region Vis  –  Region Zadar  –  Region Sali  –  

Region Korcula  –  Region Kornaten  –  Region Dubrovnik

 

Schon bei den Altvorderen war es üblich, daran zu erinnern: „Wasser hat keine Balken“. Noch heute hat sich an dieser Tatsache nicht geändert – und wer trockenen Fußes übers Wasser laufen will, der sollte wenigstens wissen, wo die Steine liegen, die selbiges bestenfalls ermöglichen. Es ist gleich, welchem der Götter Opfer gebracht werden, so recht trauen kann man weder Poseidon noch Neptun. Ihre Trickkisten sind zu groß. Gerade noch strahlend blauer Himmel, kurze Zeit später pfeift der Wind und türmt die Wellen, er fordert den Skipper.

Zugegeben, es gibt auf dem Wasser immer wieder Überraschungen, gern vertraut man dem Augenblick und da liegt der Fehler. Während der Wetterwechsel an Land durch Landschaftsstrukturen und den Bewuchs gebremst wird, vollzieht er sich auf dem Wasser ungebremst und heftig. Dagegen hilft nur ein Mittel: den Wetterbericht richtig lesen und alle Möglichkeiten in Betracht ziehen und mit dieser Essenz den Kurs abstecken. Damit werden größere Überraschungen ausgeschlossen.

Kroatien Urlaub
Kroatien Urlaub

Seewetter Apps

Wer noch näher am Wetter sein will, seine Nase direkt in den Wind strecken will, dem sei eine Seewetter-App empfohlen – obwohl diese kostenlos als Download angeboten werden, leisten sie gute Dienste.

https://www.seewetterpro.de/index_de.html

https://play.google.com/store/apps