Tag 29: von Porto Montenegro nach Budva (26 sm) / Fahrzeit ca. 5,5 Stunden

Tag 29: von Porto Montenegro nach Budva (26 sm) / Fahrzeit ca. 5,5 Stunden

Wir verlassen am Morgen nach ausgiebigem Frühstück auf dem Boot Porto Montenegro und damit die Bucht von Kotor und es geht innerhalb der montenegrischen Gewässer weiter in Richtung Budva, unserem angepeilten Ziel für den Abend. Die Wettervorhersage sagt eine gute 4 aus West voraus, der in dieser Region am häufigsten vorkommende Windrichtung. Uns soll es recht sein, verläuft unser Kurs doch in Richtung 130, und so können wir, nachdem wir den Landvorsprung bei Klinci genommen haben, einen schönen unangestrengten Halbwindkurs gen Budva segeln. Auf Höhe des Landvorsprungs von Ploče sehen wir dann Sveti Nikola, die kleine unbewohnte Insel in der Bucht von Budva. Wir passieren die Insel steuerbords und laufen in „Dukley Marina“, dem Sportboothafen von Budva ein. Es empfiehlt sich, bei der eher kleinen Marina in Budva vorab anzufragen, ob ein Liegeplatz für die betreffende Nacht vorhanden ist. Die Liegeplatzgebühren betragen 45 Euro pro Nacht.
Adresse: Dukley Marina, Budva Old Town, Budva 85310, Montenegro, www.dukleymarina.com, Tel.: +382 33 453 296

Budva ist heute die meistbesuchte Stadt der Republik Montenegro. Historischen Überlieferungen zufolge wurde am Ort der heutigen Stadt Budva vor über 2.500 Jahren eine Siedlung von dem griechisch-phönizischen Königssohn Kadmos gegründet. Im Mittelalter kam eine Stadtmauer hinzu, die man heute noch in Teilen besichtigen kann und die unter Denkmalschutz steht. Ein Erdbeben zerstörte im April 1979 weite Teile der Altstadt, doch ist seitdem einige Zeit vergangen und die meisten Bauten wurden nach alten Plänen Stein für Stein originalgetreu wiederaufgebaut. Fußläufig von der Marina erreichbar, auf der anderen Seite der Bucht, befindet sich eine im 19. Jahrhundert von Österreichern erbaute Festung, die man besichtigen kann. Wer sich für sakrale Kunst interessiert, dem sei Budva ebenso ans Herz gelegt, befinden sich hier doch zwei baulich recht ungewöhnliche Kirchen: ein dreischiffiges Gotteshaus aus dem 9. Jahrhundert sowie eine Kirche des orthodoxen Glaubens aus dem frühen 19. Jahrhundert. Das rund 19.000 Einwohner zählende Budva ist neben seiner Architektur auch für sein reges Nachtleben bekannt. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen und unternehmen einen entspannenden Spaziergang entlang der Promenade. Abends werden wir von sympathischen Liegeplatznachbarn noch zu einem fantastischen Sundowner eingeladen. So kommt es zum gemütlichen Fachsimpeln über das Segeln zwischen Team AC Nautik und seinen Gastgebern, so lässt es sich aushalten…

Die Marina Budva ist angesichts des moderaten Preises mit angemessener Infrastruktur ausgestattet, Duschen und WC sind selbstverständlich vorhanden. Einziger Kritikpunkt ist der Wasserhahn am Steg. Das Wasser, mit dem wir unsere Vorräte im Schiff auffüllen wollen, rinnt nur sehr langsam. So dauert das Auffüllen der Tanks ein wenig länger. Vielleicht hatten wir aber auch nur Pech mit „unserem“ Wasserhahn.
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