Leuchtpistole – Kroatien Österreich – Notsignale

Leuchtpistole für Nautiker

Es gibt Vorgaben die brauchen Zeit – viel Zeit

 

Um Wesentliches vorweg zu nehmen, wer für seinen Auslandsurlaub zusätzlich behördliche Papiere benötigt, tut gut daran, mindestens ein Jahr vor Urlaubsbeginn mit der Planung zu beginnen. Sich vorab, um alle notwendigen Papiere und Bewilligungen zu bemühen. Besonders Urlaubserfahrene halten zusätzlich immer noch einen Plan B bereit, sind so für fast alles gewappnet.

 

Gemachte Erfahrung – sicher keine Ausnahme

Was einem österreichischen Skipper widerfahren ist, könnte eine Ausnahmeerscheinung sein oder vielleicht eine Verquickung vieler unglücklicher Zusammentreffen. Der Skipper wollte samt Boot und einer Leuchtpistole, inklusive der dazugehörenden pyrotechnischen Mittel (Signalraketen) in den kroatischen Adriagewässern seinen Jahresurlaub verbringen.

Er schrieb an die Botschaft in Wien, erhielt in großzügig angemessener Zeit eine Antwort, in der ihm mitgeteilt wurde, seine Anfrage sei nach Zagreb weitergeleitet worden. Und nun wartete er, wartete und wartete weiter. Monate verstrichen, er kaufte sich ein neues größeres Boot (es ist nicht bekannt – ob aus Verzweiflung) und wartete weiter. Das neue Boot war ein Glückstreffer, denn zur vorschriftsmäßigen Sicherheitsausrüstung gehörte u. a. auch eine Leuchtsignalpistole inklusive der eventuell benötigten Signalraketen.

 

Sicher ist sicher oder –

Der österreichische Skipper verständigte sicherheitshalber wieder die kroatische Botschaft über den neuen Sachverhalt und siehe da irgendwann kam eine detaillierte Nachricht aus Kroatien, die nicht vorenthalten werden soll.

 

„Bezugnehmend auf die Anfrage des österreichischen Staatsbürgers betreffend die Einfuhr einer Leuchtpistole und dazugehörender pyrotechnischer Mittel (Signalraketen), die im Notfall an Bord eigesetzt werden, möchten wir Ihnen folgendes mitteilen:

 

  • Gemäß Artikel 4 des Waffengesetzes gelten die zum Alarm, der Signalisierung oder Rettung einzusetzenden Waffen als keine Waffen im Sinne des Waffengesetzes. Gemäß Artikel 27 des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe werden alle pyrotechnischen Mittel, die kein hohes Risiko darstellen und zu denen auch pyrotechnische Mittel zählen, die Bestandteil der Bootsrettungsausrüstung sind, in die Kategorie 1 unterteilt, die nach ARD sowie während des Transports der Aufsicht der zuständigen Körperschaft unterliegt.

 

  • Ebenso werden in den Regelungen zur statutarischen Zertifizierung von Booten und Jachten technische Anforderungen zur Feststellung der Fahrttüchtigkeit von Booten und Jachten vorgeschrieben. Diese beziehen sich auf die Grundanforderungen, welche Sportwasserfahrzeuge, Boote und Jachten erfüllen sollten, unter anderen auch jene, die sich auf die Sicherheit der Menschenleben und Liegenschaften betreffen.

 

  • Je nach dem Fahrtbereich werden unterschiedliche Ausrüstung und unterschiedliche Mittel zur Rettung vorgeschrieben. So sind für die Jachten bis zu 24 Metern für den Fahrtbereich IIa, (internationale Fahrt in der Adria bei erlaubter Entfernung vom Festland von nicht mehr als 12 NM) und Fahrtbereich III (die Fahrt in den inneren Meergewässern, Gewässern, die über das Meer erreichbar sind und Territorialgewässer der Republik Kroatien) 6 Seenot- Handfackel und 2 schwimmende Rauchsignale vorgeschrieben.

 

  • Demzufolge werden die Signalraketen (pyrotechnische Mittel Kategorie P1) auf dem Wasserfahrzeug als ein Teil der Standardausrüstung im Notfall (Unfall) betrachtet, sodass für sie keine zusätzliche Genehmigung oder Bewilligung bei der Einfahrt, Ausfahrt oder dem Aufenthalt im Territorialen Meer und inneren Meergewässern der Republik Kroatien erforderlich ist.“

 

Es ist davon auszugehen, dass dem Skipper ein großer Stein vom Herzen gefallen ist. Wie der Urlaub verlaufen ist, entzieht sich dem Wissen – ist auch für den positiven Abschluss der Geschichte nicht mehr so wichtig. Wichtig ist allein die obenstehende Mitteilung mit ihrem verbindlichen Inhalt, der sicher viele Skipper interessiert. Denn eines der schönsten Reviere Europas zieht Bootsportler magisch an – Kroatien!

Stand: 01.04.2015

Bootskühlschrank

Bootskühlschrank

Frisches an Bord – auch bei längerem Törn

 

Um auch an Bord ein kühles Getränk aus dem „Eisschrank“ nehmen zu können, war eine Reihe von Erfindungen Grundvoraussetzung. Der noch heute viel gebrauchte Begriff „Eisschrank“ – der Urahn aller heutigen Kühlschränke, hat mit diesem Begriff nur noch wenige Gemeinsamkeiten. Das „Kühlmittel“ der ersten hölzernen Eisschränke war nämlich zunächst Natureis aus den Wintermonaten.

 

Carl P. G. Linde und seine Erfindung – Kältemaschine

In den 1870er Jahren konstruiert Carl Paul Gottfried Linde seine neue und nun wirkungsvollere Kältemaschine – mit Ammoniak als Kühlmittel. Linde meldete diesen neuen Kompressor am 25. März 1876 zum Bayrischen Patent und im August 1877 beim neu gegründeten Reichspatentamt zum Reichspatent an. Damit war es möglich rund ums Jahr Stangeneis herzustellen.

 

Die parallel verlaufende Entwicklung Kühlschrank

Schon im Jahr 1748 präsentierte William Cullen an der Universität Glasgow seine erste künstliche Kühlung. Alexander Twinning vermarktet seine ersten modernen Kühlschränke ab 1834, sie wurden durch Luftkompression gekühlt. Ferdinand Carré lieferte einen weiteren Entwicklungsschritt, er setzte 1859 Ammoniak zur Kühlung ein.

 

Altvertrautes wurde bis in die 1950er Jahre eingesetzt

Es sollte dauern, bis sich die modernen elektrischen Kühlschränke durchsetzen. Bis Anfang der 1950er-Jahre wurden immer noch hölzerne Eisschränke benutzt, die mit Fabrikeis oder Natureis befüllt wurden. Auch, wenn elektrische Kühlschränke heute Standard sind, gehörten sie doch über einen langen Zeitraum zu den Luxusgütern.

 

Das Wirtschaftswunder beflügelt die Nachfrage

Wirtschaftswunder ist das Schlagwort zur Beschreibung des unerwartet schnellen und nachhaltigen Wirtschaftswachstums in den 1950er Jahren. Erhöhte Produktionszahlen lassen die Preise fallen – auch bei den Kühlschränken, sie erobern nachhaltig die Haushalte.

1954 besaßen etwa 90 Prozent aller Haushalte noch keinen elektrischen Kühlschrank. Erst in den 1970er Jahren findet der Kühlschrank allmählich seinen Platz in den Haushalten und ist heute nicht mehr wegzudenken.

Der Kühlschrank – seine Variationen, seine Innovationen

Waren es anfänglichen nur die Standgeräte, folgten binnen kürzester Zeit auch die Einbaugeräte. Dann folgten die Kühl-Gefrier-Kombinationen, die steigenden Ansprüche wurden jeder Hinsicht erfüllt.

Und die Entwicklung schreitet fort. Neue Technologien werden eingeführt. Die No-Frost-Technologie z. B. erspart das lästige, zeitraubende Abtauen oder die BioFresh-Technologie hält empfindliche Produkte wesentlich länger frisch.

 

Umweltfreundlicher werden die Kühlschränke durch umweltfreundlichere Kältemittel, durch wirksamere Kompressoren und eine neue energieeinsparende Dämmstoffgeneration.

Gekühlt hält länger frisch – schmeckt es besser

Kühlschränke gehören besonders im Sommer zu den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen an Bord.

Etwa Mitte der 60er Jahre kamen die ersten mobilen elektrischen Kühlgeräte bzw. Kühlschränke für den Bootseinsatz auf den Markt. Grundsätzlich werden drei Arten von mobilen Kühlsystemen unterschieden:

  1. Thermoelektrische Geräte

Die ist die einfachste Methode, sie wird überwiegend im Freizeitbereich eingesetzt. Die Kühlung wird mit Strom aus dem Bordnetz und einem speziellen Kühlelement erzeugt.

Zu viele Nachteile (viel Strom – wenig Kühlung) verhindern den Einsatz an Bord.

 

  1. Absorbergeräte:

Die leistungsstärkeren Absorber-Kühlschränke nutzen Wärme zur Kühlung. Die Wärme wird elektrisch erzeugt und bringt ein spezielles Kühlmittel zum Verdampfen. Für Boote ist das Absorberprinzip nur sehr begrenzt einsetzbar, weil der Kühlschrank für eine reibungslose Funktion möglichst waagerecht stehen muss und nicht schwanken darf.

 

  1. Kompressorgeräte

Diese Methode der Kälteerzeugung ist effizient und wird deshalb bei den meisten Bootskühlschränken eingesetzt. Hierbei verdampft ein flüssiges Kältemittel durch hohen Druck und nimmt dabei die Wärme aus dem Kühlschrankinnenraum auf. Ein Elektrokompressor verdichtet den Kühlmitteldampf wieder, das anschließend in einem Kondensator an der Kühlschrankrückwand kondensiert und dabei Wärme an die Umgebung abgibt. Ein Grund, warum diese Kühlschränke nicht hermetisch abgeschlossen sein dürfen, stets eine Lüftung brauchen.

 

Wohin mit dem Kühlschrank

Kühlschränke stören nicht im Fußraum, wenn diese in Pantryblöcke oder Schränke montiert werden. Gewählt werden kann zwischen Schubladen- und Türgeräten. Jeder kennt solche Kühlschranke aus seiner Küche. Nur sind die Modelle fürs Boot auf Grund der Platzbeschränkung nicht so groß. Die gängigsten Geräte haben ein Volumen zwischen 40 l und etwa 80 l.

 

Eine zweite Batterie muss sein

Beim Kühlschrank ist der Stromverbrauch der wichtigste Punkt, er bestimmt, dass ein Kühlschrank an Bord mit einer Zweitbatterie arbeiten muss. Denn die Starterbatterie sollte niemals fürs Bordnetz missbraucht werden.
Wichtig!

Der Kühlschrank sollte unbedingt einen Unterspannungsschutz haben, der den Kühlschrank selbstständig abschaltet und die Batterien schützt. Es soll ja vorkommen, dass vergessen wird, den Kühlschrank rechtzeitig auszuschalten.

Bootstrailer

Bootstrailer

Der Bootstrailer verleiht dem Boot Räder

Allgemeines

Für unternehmungslustige Bootsbesitzer ist ein Bootsanhänger unerlässlich. Besonders dann, wenn das Boot zwischenzeitlich daheim auf dem Trockenen liegt und darauf wartet, wieder Wasser unter den Kiel zu bekommen oder es noch fremde Gewässer zu erkunden gilt.

 

Doch um einen Bootstrailer mit dem Boot zu bewegen oder auch bewegen zu dürfen, müssen einige Voraussetzungen getroffen werden. Das vorgesehene Zugfahrzeug

  • muss zum Ziehen des Trailers geeignet sein.
  • muss mit einer Anhängerkupplung versehen sein. Ist diese nicht beim Kauf werksseitig installiert worden, muss eine Kupplung nachträglich eingebaut werden.

 

Doch es stehen noch eine Menge weiterer Dinge aus, die zu beachten und zu bedenken sind. Bevor eine Proberunde mit dem Boot auf dem Trailer gefahren werden darf und kann.

Einschränkungen des Anhängerführerscheins (in A u. D)

Nachstehendes ist alles andere, nur nicht banal. Bevor mit Trailer und Boot losgefahren werden kann, muss der entsprechende Führerschein im Besitz sein. Mit dem Führerschein der alten Klasse 3 ist das Fahren mit einem Anhänger bis 3,5 Tonnen ohne Einschränkung in Deutschland und Österreich erlaubt.

Seit 1999 ist für den Anhängerbetrieb in Österreich ab einer Anhängelast von 750 kg ein Führerschein der Klasse BE erforderlich. Dafür wird eine separate Fahrprüfung mit Anhänger durchgeführt.

In Deutschland gilt: Alle Führerscheininhaber mit der alten Klasse 3 sind berechtigt, mit Fahrzeugen der neuen Führerschein-Klassen B, BE, C1 und C1E zu fahren.

 

Wichtig!

Bootstrailer mit Boot und Ausrüstung überschreiten in der Regel diese Grenze von 750 kg, so dass ggf. eine Fahrprüfung gemacht werden muss.

Das Zugfahrzeug des Bootstrailers muss geeignet sein

Es ist absolut sinnlos, eine Anhängerkupplung zu montieren, wenn das Zugfahrzeug nicht zum Ziehen größerer Anhängelasten (z. B.  um einen Bootstrailer mit Boot und Zuladung) geeignet und zugelassen ist.

Entsprechende Angaben und Werte des PKWs sind in der Zulassungsbescheinigung eingetragen (zulässige Anhängelast – gebremst u. ungebremst).

Eingetragen ist auch das zulässige Gesamtgewicht des Gespannes (Summe aus maximal zulässiger Anhängelast und maximal zulässigem Gesamtgewicht des Zugfahrzeuges). Sollte das zulässige Gesamtgewicht des Zuges überschritten werden, gibt es nur eine Möglichkeit – was nicht unbedingt dabei sein muss, wird entladen, bleibt zurück.

Unbedingt beachtet werden muss auch die zulässige Stützlast, sie darf in keinem Fall überschritten werden, sie führt zu einer Überlastung der Heckkonstruktion des Fahrzeuges, beeinflusst auch das Lenkverhalten und die Traktion.

 

Wichtig!

Die tatsächliche Stützlast des Anhängers muss in jedem Fall vor der Abfahrt ermittelt werden – entweder durch eine Stützlastwaage oder durch eine Personenwaage. Dabei sollte der Anhänger gerade auf ebenem Untergrund stehen, vorsichtig wird das Stützrad des Trailers auf die Personenwaage aufgesetzt und die Stützlast (in Kilogramm) abgelesen.

Die Anhängerkupplung – starr, schwenkbar oder abnehmbar

Diese Kriterien sollten nicht zum Problem werden. Für Vielnutzer ist eine starre Anhängerkupplung eine gute und solide Lösung. Für Flexible, Penible, denen die Optik über alles geht, sind wohl nur abnehmbare oder schwenkbare Anhängerkupplungen eine hinnehmbare Lösung.

 

Ein sicherheitsrelevantes Zubehör

Auf eine Anhängerkupplung muss absolut Verlass sein, sie ist ein sicherheitsrelevantes Zubehörteil. Schon deshalb sollte hier nicht unbedingt gespart werden. Einem Fachmann, der dies Teil auch einbaut, vertrauen ist sicher richtig. Er kennt die Hersteller, weiß Qualität zu schätzen.

 

Der große Augenblick – vertraut machen mit dem Gespann

Nicht nur Anfänger sollten vor der ersten Fahrt daran denken – im Anhängerbetrieb verhält sich das vertraute Zugfahrzeug ganz anders als im Normalzustand.

 

  • Der Kurvenradius, der Wenderadius ist größer.

Zusatzspiegel können erforderlich werden, wenn der Anhänger breiter ist als das Zugfahrzeug.

  • Die Beschleunigung und das Bremsverhalten sind anders.
  • Die Länge des Gespanns ist in jedem Fall gewöhnungsbedürftig.

 

Erkannt werden muss, wie groß der Abstand für ein problemloses Einfädeln in den Fließ-Verkehr sein muss. Der Fahrweise und dem Gespann muss besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Schon

deshalb sollte es Pflicht sein, sich mit dem Gespann vertraut zu machen. Ein Fahrsicherheitstraining eignet sich dazu am besten, dort gibt es außerdem viele Tipps und Tricks rund um das Fahren mit dem Anhänger.

Rangieren mit dem Anhänger

Besonders schwer fällt das Rangieren und Einparken mit dem Anhänger, es ist nicht einfach und sollte daher am Anfang auf einer größeren Freifläche geübt werden. Wichtig dabei ist vor allem, immer die Ruhe bewahren. Hektik bringt nichts, schadet nur. In Ruhe austesten, wie der Anhänger reagiert und was beim Gespann beachtet werden muss. Besonders Anfänger sollten vor der ersten Fahrt ein paar Übungsrunden – möglichst unter Aufsicht – mit dem Anhänger drehen oder doch einmal an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen.

 

Bergfahrten mit einem Anhänger

Fahrzeuge mit Allradantrieb sind bestens für die Fahrt am Berg geeignet, können Anhänger besser ziehen. Beim Anfahren am Berg vereinfacht das Allradgetriebe den Ablauf. Am entspanntesten jedoch ist eine Bergfahrt mit einem Automatikgetriebe, bei einem Halt läuft das Gespann nicht zurück. Die Fahrt bergab sollte im niedrigen Gang erfolgen, um die Bremswirkung des Motors mit auszunutzen.

 

Kurvenfahren mit dem Anhänger

Bei Kurvenfahrten unbedingt auf die Länge des Gespanns achten. Der Kurvenradius ist bei einem Gespann wesentlich größer, der Anhänger folgt durch den größeren Kurvenradius eigentlich nur bedingt der gefahrenen Linie des Zugfahrzeugs.

Höchstgeschwindigkeit für Gespanne beachten

Die Höchstgeschwindigkeit für Gespanne regelt jedes Land in Europa nach eigenen Vorgaben und nicht immer ist der Straßenzustand entsprechend. Es ist erfahrungsgemäß gut, wenn ein wenig unter dem Limit gefahren wird. LKWs überholen gern Gespanne, da tut es gut, wenn dann das Gespann noch etwas beschleunigt werden kann, um den entstehenden Sog zwischen Gespann und LKW etwas herab zu setzen.

 

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Gespanne*

In Deutschland ist beim Fahren mit dem Anhänger generell eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h zugelassen.

Eine Sonderreglung zur Straßenverkehrsordnung erlaubt jedoch in Ausnahmen unter besonderen Voraussetzungen eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h.

Diese Genehmigung für 100 km/h Höchstgeschwindigkeit zu bekommen, müssen ausnahmslos folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

 

  • Das Zugfahrzeug darf nicht schwerer sein als 3,5 Tonnen und muss einen automatischen Blockierverhinderer (allgemein unter ABS bekannt) besitzen.
  • Die Reifen des Anhängers müssen jünger als sechs Jahre sein und mindestens alle Bezeichnungen der Geschwindigkeitskategorie L (120 km/h) aufweisen.
  • Außerdem muss der Anhänger noch mit einer Bremse und mit hydraulischen Schwingungsdämpfern ausgestattet sein.

Zusätzlich muss beachtet werden, dass die zulässige Gesamtmasse des Anhängers – der mit 100 km/h betrieben werden soll – noch von weiteren technischen Faktoren abhängt:

  • So darf die zulässige Masse des Anhängers das 1,1-fache der Leermasse des Zugfahrzeugs betragen (Zugfahrzeug/2 Tonnen – Anhängers/2,2 Tonnen).
  • Auf das 1,2-fache erhöht sich der Wert, wenn das Zugfahrzeug ein spezielles fahrdynamisches Stabilitätssystem für den Anhängerbetrieb besitzt (unter ESP bekannt) oder der Anhänger mit einer geeigneten Kupplung mit Stabilisierungseinrichtung (Schlingerkupplung) oder mit einem geeigneten fahrdynamischen Stabilitätssystem ausgestattet ist.

Sollten Bremse oder hydraulischer Schwingungsdämpfer am Anhänger fehlen, darf seine zulässige Masse maximal das 0,3-fache der Leermasse des Zugfahrzeugs betragen.

Für einen Bootstrailer ist dies in aller Regel zu wenig.

Wichtiger Hinweis

Der Anhänger muss so beladen werden, dass die maximal zulässige Stützlast der Kombination annähernd erreicht wird – denn das Ausnutzen der zulässigen Stützlast ist für das Fahrverhalten des Gespannes mitentscheidend und empfehlenswert.

 

Bootstrailer – Den Bootsanhänger richtig beladen

Bootstrailer

Den Bootsanhänger richtig beladen

 

Die hohe Kunst – Bootsanhänger richtig beladen

Es ist weit mehr als nur wichtig, sich vor Fahrtantritt mit der Ladung zu befassen, denn diese kann – und beeinflusst sicher – das Fahrverhalten des Zugfahrzeuges und in der Gesamtheit auch das Nachlaufverhalten des Bootsanhängers.

 

Was muss unbedingt und was kann mit

Es ist immer gut, wenn vor Lagebeginn entschieden ist, was unbedingt mit muss und welche Gegenstände eventuell zurückgelassen werden können. Sich ausgiebig mit der Ladung zu befassen, kann etwas später bei der Fahrt viel Ärger ersparen. Eine Checkliste kann sehr hilfreich sein, speziell dann, wenn auch – in etwa – das jeweilige Gewicht berücksichtig wird und schwere Dinge, die unbedingt mitmüssen, in greifbarer Nähe liegen.

 

Der Schwerpunkt des Hängers ist Dreh- und Angelpunkt zugleich

Der Schwerpunkt eines Bootsanhängers liegt in aller Regel mittig, ein wenig vor der Achse. Es ist beim Beladen nicht nur wichtig zu wissen, wo der Schwerpunkt des Hängers ist, sondern er ist auch fest einzuplanen bei der Verteilung der Lasten.

Vor allem sollte dabei darauf geachtet werden, dass die Last gleichmäßig am und um den Schwerpunkt herum verteilt wird. Beim Beladen ist stets die Stützlast zu berücksichtigen. Es ist immer besser die Gegenstände etwas weiter vorn zu platzieren, als sie zu weit nach hinten zu verlagern. Wird nämlich der hintere Teil – der zur Verfügung stehenden Ladefläche – zu sehr belastet, erfolgt eine negative Stützlast, die während der Fahrt das Gespann zum Schleudern bringen kann. Es ist durchaus keine Schande, die Stützlast hin und wieder zu kontrollieren, um zu erfahren wie es um diese steht.

Zusätzlich muss beim Beladen darauf geachtet werden, dass große, schwere Ladungsstücke möglichst weit unten am Boden gelagert werden. So wird der Schwerpunkt möglichst tief gehalten und beeinflusst das Fahrverhalten des Anhängers und auch des ganzen Gespanns weniger.

Ebenso wichtig ist es, darauf zu achten, dass möglichst wenig Lücken oder Hohlräume beim Beladen entstehen. Nur so kann ein Verrutschen der Ladung verhindert werden und damit zugleich eine Verlagerung des Hänger-Schwerpunktes, welcher zu einer instabilen Fahrweise führen könnte.

Marina Punat

 

Gegen Abheben und Fallen sichern

Es ist außerdem wichtig, die Ladung mit Spanngurten und Netzen zu sichern. Im Fall eines Falles werden schließlich auch die kleinsten Ladungsgegenstände zu gefährlichen Geschossen. Auch umherrutschende, schwerere Gegenstände und können den Anhänger stark negativ beeinflussen, ihn außer Kontrolle geraten lassen.

Beim Beladen des Bootanhängers ist die Sicherheit rundum oberstes Gebot. Schon deshalb sollte der Anhänger so beladen werden, dass die eigene Sicherheit und die Sicherheit Dritter jederzeit gewährleistet ist. Lieber ein Netz, einen Spanngurt zu viel einsetzen als zu denken – es geht schon.

Wenn Anhänger schon beladen ist, noch ein paar Teile unterzubringen sind, auf jeden Fall die gleiche Sorgfalt walten lassen. Die Gegenstände fest und sicher mit der vorhanden Ladung verbinden.

 

 

Was vor einer Fahrt mit dem beladenen Bootsanhänger zu beachten ist

Bevor das Gespann sich in Bewegung setzt, sollten bestimmte Punkte durchgegangen, geprüft und abgehakt werden. Es ist immer ratsam die wichtigsten Punkte einmal zusammenzustellen und diese vor dem Losfahren einzeln zu prüfen und abzuhaken.

Diese Punkte sind vor der Fahrt mit dem Boots-Anhänger zu prüfen:

  1. Entspricht das Stützlastgewicht den eingetragenen Werten oder muss es überprüft werden.
  2. Sich vergewissern, dass die Kugelkupplung des Anhängers auch tatsächlich auf dem Kugelkopf des Zugfahrzeugs eingerastet ist.
  3. Vor dem Losfahren auf jeden Fall Blinker und Leuchten kontrollieren. Durch den Elektrosatz sind Zugfahrzeug und Anhänger miteinander verbunden, ob auch alles korrekt funktioniert, sollte vor jeder Anhängerfahrt durch ein Überprüfen der Blink- und Leuchtfunktionen abgeglichen werden. Alle Reflektoren noch einmal anschauen und putzen, wenn diese verunreinigt sind.
  4. Das Sicherungsseil ist korrekt am Fahrzeug befestigt?

In einigen EU-Ländern sind dafür bestimmte Halterungen vorgeschrieben.

  1. Vor dem Losfahren unbedingt die Ladung in Augenschein nehmen. Große schwere Teile sollten unten liegen, das Gewicht sollte gleichmäßig verteilt sein und nichts sollte sich unkontrolliert bewegen können.
  2. Abschließend noch einmal um den ganzen Anhänger herumgehen.
  3. Ist die Handbremse gelöst?
  4. Ist das Stützrad hochgekurbelt?
  5. Sind die Reifen insgesamt in einem guten Zusatz?

 

All diese Punkte sollten mit einem Blick geprüft werden. Wenn nötig müssen nun noch die Spiegel am Fahrzeug richtig eingestellt und ggf. die Zusatzspiegel aufgesetzt und in Betrieb genommen werden. Dann kann die Fahrt mit dem Anhänger beginnen.

 

Ein Unfall – jetzt heißt es Ruhe bewahren

Bei einem Unfall schießen einem viele Gedanken durch den Kopf und was so alles beachtet werden muss. Seltener gehört wohl auch die Anhängerkupplung dazu. Wird selbst irgendwo gegen oder frontal in ein Hindernis gefahren, hat dies nur selten Auswirkungen auf die Anhängerkupplung.

 

Obwohl dabei andere Teile des Fahrzeugs mehr oder weniger beschädigt werden, über die Anhängerkupplung muss man erst nachdenken, wenn das Heck des Fahrzeugs beim Unfall beschädigt wird. Fährt jemand hinten drauf oder beim Einparken wird zu weit zurückgesetzt und es wird in der Wand gelandet. Jetzt ist es an der Zeit sich Gedanken über die Anhängerkupplung zu machen.

 

Anhängerkupplung beschädigt – Reparatur nicht erlaubt

Im Falle eines Auffahrunfalls auf das Fahrzeug und damit auf die Anhängerkupplung muss reagiert werden, denn eine Anhängerkupplung kann und darf nicht repariert werden.

Dies liegt daran, dass Reparaturen sowie Veränderungen jeglicher Art unzulässig sind. Die Genehmigung, die mit der Anhängerkupplung geliefert wird, erlischt automatisch. Hinzu kommen die gesetzlichen Produkthaftungsgründe, die ein Ersetzen der Anhängerkupplung notwendig machen.

 

Die Anhängerkupplung – ein sicherheitsrelevantes Teil

Wenn ein Auto hinten drauf fährt, dann sind Beschädigungen an der Anhängerkupplung oft nicht wirklich sichtbar. Wenn der Lack ab ist, ist das nicht wirklich schlimm. Mögliche Beschädigungen an den tragenden Teilen sind mit bloßen Auge nicht erkennbar. Eine Reparatur in Eigenregie scheidet generell aus. Sind Heck und Anhängerkupplung beschädigt, sollten keine Anhänger mehr mit der Anhängerkupplung gezogen werden. Diese kann, muss nur ersetzt werden.

Beschädigungen durch die Anhängerkupplung

Bei einem Auffahr-Unfall, ist sicher auch das gegnerische Fahrzeug beschädigt. Oft wird es so sein, dass durch die Anhängerkupplung am Auto die Aufprallkräfte des Gegners auf sein eigenes Auto deutlich stärker einwirken, sodass das Fahrzeug sicher stärker im Frontbereich beschädigt ist.

Hat die Anhängerkupplung Einfluss auf die Haftung der Versicherung? Aktuell gibt es keine offizielle und allgemeingültige Regelung dazu.

In der Straßenverkehrs-Zulassung-Ordnung (kurz StVZO) ist in §30c folgendes festgehalten: “ …am Umriss der Fahrzeuge dürfen keine Teile so hervorragen, dass sie den Verkehr mehr als unvermeidbar gefährden.”

Das könnte heißen, bei einer abnehmbaren Anhängerkupplung oder auch einem schwenkbaren Modell wäre das Hervorstehen vermeidbar. Deshalb ist es ratsam, die beiden Modelle nur dann am Fahrzeug angebracht bzw. ausgeklappt zu haben, wenn die Anhängerkupplung auch unmittelbar gebraucht wird. Andernfalls wäre es denkbar, dass es Schwierigkeiten mit der Versicherung des Unfallgegners geben könnte.

Bergsteigen – Wind in den Segeln und Bergsteigen in Kroatien

Bergsteigen Wind in den Segeln und Bergsteigen in Kroatien

Allgemeines

Die kroatische Adriaküste zählt in ihrer Gesamtlänge von ca. 1.100 Kilometern zu einem der schönsten, faszinierendsten Segelrevieren Europas. Doch Kroatien bietet mehr, hat viel mehr zu bieten: Wind, Meer und steile Felsformationen, dazu noch eine atemberaubende Natur – eine besondere Erlebniswelt für Bergsteiger und Kletterer dazu noch verzaubernde Ausblicke in eine wundervolle Natur.

 

Segeln

Warum also nicht im nächsten Segel-Urlaub den Törn so planen, dass ein paar Bergtouren oder zünftige Kletterrouten darin eingeplant sind. Da Berge und Meer nicht allzu weit auseinander liegen entsteht mit Sicherheit ein sehr schöner, abwechslungsreicher Urlaub. Entsprechendes gilt natürlich auch für einen Törn mit einem Motorboot.

 

Anfänger, Erfahrene und Kletterer, jeder findet seine Herausforderung

Kroatien ist nicht nur unter Seglern ein Glückstreffer. Auch unter Bergsteigern gilt das Land als Paradies für Kletterer und Wanderer – bietet sowohl verwöhnten Bergwanderern als auch begeisterten Sportkletterern ausgefallene Touren und Routen.

 

Klima

Mildes Mittelmeerklima herrscht fast das ganze Jahr hindurch in Kroatien vor. Es ist das perfekte Wetter zum Bergsteigen, das nahezu das ganze Jahr hindurch vorherrscht. Die Landschaft Kroatiens ist vorwiegend von Kalkgestein geprägt, das nahezu ideale Bedingungen für den Bergsteigersport schafft.

 

Die ideale Zeit zum Klettern und Bergsteigen ist zwischen April und Oktober. Später im Jahr kann es trotz angenehmer Temperaturen in Kroatien recht windig und nass werden kann.
Gipfel, Touren, Routen

Mehr als 400 verschiedene Pfade können auch Anfänger begeistern, wenn diese den Pfaden, die von der Adria bis hinauf zu den Bergspitzen folgen. Erfahrene Wanderer und Berggeher erfreuen sich an den Touren in den Gebirgszügen von Velebit, Učka, Dinara und Mosor.

Auf den passionierten Kletterer wartet im Nationalpark Paklenica eine besondere Herausforderung –  der 350 Meter hohe Felsen Anića kuk wird für jeden Felskletterer zum unvergesslichen Erlebnis. Auf dem Velebit gibt es nirgendwo noch eine derart vertikale, so stark ausgeprägte und steile Felswand wie den Anića kuk. Seit vielen Jahrzehnten zieht Anića kuk wie ein Magnet die Kletterer an, hier gibt es mehr als 100 eingerichtete Routen, was nicht ausschließen soll, dass es noch andere, noch zu entdeckende Aufstiegs-Möglichkeiten gibt.

 

Verlockende Artenvielfalt

Die kroatischen Gebirge steigen nirgends höher als 2000 Meter, sind jedoch bezüglich der Landschaft und ihrer Artenvielfalt in Flora und Fauna ausgesprochen interessant. Schon wegen ihrer geringen Höhe sind die meisten Gipfel durch die Bergwanderer leicht zu ersteigen. Zur Attraktivität der kroatischen Gebirge trägt bei, dass die Gipfel sehr unterschiedlich sind. Während die meisten Gipfel im pannonischen Teil Kroatiens mit Wald bedeckt sind, sind fast alle höheren Gipfel im dinarischen Teil Kroatiens im Wesentlichen unbewachsen und haben gute Fernsicht.

Wenn das Abenteuer gesucht, die sportliche Herausforderung geschätzt wird und die Entspannung in unberührter Natur kombiniert werden soll, ist Kroatien das ideale Urlaubsland. Spannende Bergtouren und erholsame Wanderungen in einer einzigartigen Naturkulisse garantieren einen unvergesslichen Urlaub.

 

Beliebte Bergtouren und Kletterrouten in Kroatien

Unter Bergwanderern und Kletterern ist Kroatien ein Traum. Das Land bietet so ziemlich alles, was das Herz erfreut:  traditionelle Bergwandertouren und Sportkletterrouten und Klippen am Wasser – überhängend und teilweise mehr als 25 Meter hoch. Zahlreiche kroatische Klettergebiete befinden sich in der Nähe größerer Städte oder auf den Ferieninseln des Landes.

Nationalpark
Das bekannteste und attraktivste Klettergebiet in Kroatien ist der Nationalpark Paklenica in der Nähe der Hafenstadt Zadar in Norddalmatien. Der Nationalpark befindet sich im südlichsten Teil des Velebit-Gebirges und erstreckt sich bis zum Meer.

Paklenica verfügt über zwei Schluchten, die große Schlucht Velika Paklenica und die kleinere Schlucht Mala Paklenica. Für Bergsteiger interessanter ist die große Schlucht Velika Paklenica. Anfangs flach und ziemlich eng, verläuft sie nach oben hin steiler und breiter. Auf der linken Seite gibt es eine Reihe von Sportkletterrouten, während man auf ihrer rechten Seite den Anića kuk vorfindet – dem größten Bergmassiv im Nationalpark Paklenica.

Routen am Anica kuk

  • Besonders beliebt ist hier die anspruchsvolle Kletterroute „Karabore“, die auf den als „Stup“ bezeichneten Pfeiler führt, der die Nordwand an ihrer westlichen Seite begrenzt.
  • Die Klettertour „Domzalski“ (Schwierigkeitsgrad VI) verlangt dem Kletterer schon einiges ab und gehört zu den Superrouten im Nationalparks Paklenica.
  • Die bekannteste und am häufigsten gegangene Kletterroute „Mosoraski“ (Schwierigkeitsgrad VI) führt durch die Nordwest-Wand des Anika kuk und gehört mit der „Velebitaski“ und der „Klin“ zu den großen Klassikern der Region. Die Route ist mittlerweile gut abgesichert. An allen kritischen Punkten sind Bohrhaken angebracht, die Route ist insgesamt gut zu klettern.

Soll diese Route gemacht werden, sollte früh am Tag gestartet werden, denn die „Mosoraski“ stellt für viele Kletterer eine willkommene Herausforderung dar und wird sehr häufig begangen.

  • Auch die Kletterroute „Velebitaski“ wird häufiger geklettert und beginnt mit einer überhängenden Stelle, die dem Kletterer einen anspruchsvollen Einstieg beschert. Doch ist die schwierigere erste Seillänge geschafft, wird die Kletterroute leichter. Meist führt sie an Felsspalten entlang, ist aber insgesamt sehr abwechslungsreich und bietet aufgrund des festen Felsens einen guten Halt. Auf dem Gipfel belohnt den Bergsteiger eine herrliche Aussicht auf die Umgebung.
  • Die sehr anspruchsvolle Route „Klin“ ist ebenfalls ein Muss für jeden erfahrenen Bergsteiger und zeichnet sich durch eine besonders beeindruckende Felsspalte aus.
  • Sehr populär ist auch die Kletterroute „Celiski Stup“ im engen Tal des Nationalparks, die besonders in der ersten Seillänge schwierig zu klettern ist. Der Rest dieser Route ist dagegen leicht. Am Ende der gut gesicherten Route muss man sich schließlich an einem Abseilhaken auf den Abstiegsweg abseilen. Das Gestein ist teilweise sehr rau und scharfkantig, sodass hier Vorsicht geboten ist.
  • Die Kletterroute „Saleski“ führt auf den rechten Pfeiler des Anica Kuk und bietet bei konstantem Schwierigkeitsgrad eine gute Absicherung, obwohl die Bohrhaken nach oben hin weniger werden. Diese Kletterroute ist sehr beliebt, da sie nicht schwierig ist, aber dennoch eine Herausforderung für den erfahrenen Kletterer darstellt.
  • Am Kuk Tisa verlaufen die beiden Routen „Zubatac“ und „Josipa Debeljaka“, die ebenfalls zu häufig begangenen Kletterrouten werden und mit dem mittleren Schwierigkeitsgrad IV auch den schon etwas erfahrenen Kletterern vorbehalten sind. Von beiden Routen aus hat man einen guten Ausblick über die Schlucht.
  • Dort, wo der engste Teil der Paklenica-Schlucht anfängt, befinden sich zwei weitere Felswände, die zu den bekannten Kletterrouten gehören – die Routen am „Kuk od Skradelin“, die bei optimaler Absicherung über einen rauen und scharfen Fels führen und

die Kletterroute „Nosorog“ am Kukovi ispod Vlake.

  • Die „Nosorog“ ist eine der populärsten Kletterrouten in Paklenica. Diese Kletterroute hat mit 150 Metern eine mittlere Länge und ist nicht allzu schwierig, obwohl es einige leicht überhängende Platten gibt. Hier kann man gut klettern, denn der Fels bietet aufgrund rauer Oberfläche auch bei Nässe einen guten Halt und ist zu dem mit zahlreichen Sicherungsvorrichtungen ausgestattet.

 

Wer sich nicht an Felswände herantraut, sondern lieber anspruchsvolle Wanderwege geht, ist in Kroatien ebenfalls gut aufgehoben. Denn im Nationalpark im nördlichen Teil des Velebit-Gebirges führt der „Premuzic-Pfad“, der als schönster Wanderweg Kroatiens gilt, mitten durch die Felsformation Rozanski kukovi.
Wissenswertes zum Klettern in Kroatien

Wie bei jeder Sportart, die gewisse Risiken birgt, sind auch beim Klettern einige Regeln zu beachten.

So sollten sich Kletterer vor ihrem Einstieg genau über die angestrebten Routen informiert haben, damit sie keine bösen Überraschungen erleben oder es zu schweren Unfälle kommen kann.

In den größeren Klettergebieten bekommt man in der Regel einen Kletterführer ausgehändigt, der alle wesentlichen Informationen enthält. Bergsteiger sollten nie solo klettern, damit im Notfall von der zweiten Person Hilfe geholt oder erste Hilfe bei Verletzungen geleistet werden kann.

 

Geführte Routen

Wer noch nicht so viel Klettererfahrung hat, dass er sich auf eigene Faust an einen Felsen herangetraut, kann in den bekannteren Klettergebieten für etwa 70 € pro Person an geführten Touren teilnehmen. Dabei werden Grundlagen des Kletterns vermittelt und auch die erforderliche Ausrüstung wird in der Regel vom Anbieter gestellt. Die Führungen gehen häufig über mehrere Stunden und können oftmals auch in englischer Sprache stattfinden

Fallwind Bora – Die Bora nicht unbedingt ein Freund der Boote

Fallwind Bora

Die Bora nicht unbedingt ein Freund der Boote

Heuer wird man das Gefühl nicht los, dass die Bora – der gefürchtete, tückische Fallwind an der nördlichen Adria – besonders hart und verrückt spielt. Headlines wie „Stärkste Bora aller Zeiten“ oder „Orkan an der Adria“ sollen die außergewöhnlichen Windaktivitäten ins Rampenlicht holen.

Bora

Sich austoben im Februar

An einem Wochenende im Februar 2019 wurde Kroatien – wie schon so oft – von der Bora überfallen, aber es war wohl eher eine Heimsuchung. Die Bora kann Spitzengeschwindigkeiten bis zu 260 Stunden-Kilometer erreichen und was sich ihr auch immer in den Weg stellt, wird erbarmungslos niedergemacht. An dem Wochenende fegte es besonders kräftig an der Adria. Seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen soll die Bora noch nie so stark gewütet haben. Es gab große Schäden und auch die Yacht- und Boots-Eigner wurden arg getroffen.

 

Hoch- und Tiefdruckgebiete zeigen Wirkung

Nahezu perfekt waren die Voraussetzungen für die Entstehung einer außergewöhnlich starken Bora. Über Osteuropa herrschte ein markantes Hochdruckgebiet und im südlichen Mittelmeerraum lag ein größeres Tiefdruckgebiet. Beide sorgten für große Druckunterschiede an der kroatischen Adria-Ostküste. Die Druckverteilung begünstigte die Entstehung der Bora.

Die Bora, der kalte, böige Fallwind, bläst aus nordöstlicher Richtung. Beherrscht die Adriaküste zwischen Triest, die Küsten Kroatiens und Montenegros, verschont auch nicht die kroatischen Inseln. Der Fallwind stürmt über die Westflanke des Dinarischen Gebirges wasserfallartig hangabwärts und beschleunigt in den engen Gebirgstälern durch den entstehenden Düsen-Effekt auf Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h.

Die Kaltluft kann sich aber auch vor allem nachts über den Bergen Kroatiens sammeln und fegt irgendwann in Form von Böen in rasender Geschwindigkeit Richtung Küste.

Ein harter, windiger Typ

Bora-Winde gehen von einem aus dem Polargebiet abwandernden, starken Kaltluftausbruch hervor. Am Boden treten sie als nördliche oder nordöstliche Windströmungen zum adriatischen Küstengebiet hin in Erscheinung.

Winde vom Typ „Bora“ gehören vor allem wegen ihrer Häufigkeit und ihrer hohen Durchschnittsgeschwindigkeit im Gebiet zwischen Triest und der Nordwest-Küste Kroatiens, Teilen Süddalmatiens und Montenegros, zu den stärksten Winden der Welt. Spitzengeschwindigkeiten einzelner Böen können in diesen Küstenregionen Werte von bis zu 250 km/h erreichen. Ihre Stärken erreicht die Bora insbesondere in den Wintermonaten.

 

Etwa fünf Mal im Monat kann sie zuschlagen

Dabei kann die Bora in der kalten Jahreshälfte bis zu 7 Tage lang an der kroatischen Küste wehen und die Küstenbewohner im Winter bis zu fünf Mal im Monat überraschen.

In den Sommermonaten erscheint die Bora selten – nur ein bis zwei Mal. Wenn sie kommt, dann weht die Bora durchschnittlich nur etwa 48 Stunden und das mit einer Geschwindigkeit von etwa 90 km/h. Verantwortlich dafür ist dann eine bestimmte Großwetterlage. Zwischen einem Tief über Osteuropa und einem vom Atlantik heranziehenden Hoch strömt polare Kaltluft von Skandinavien in Richtung Südosteuropa vor.

 

Windgeschwindigkeiten der Februar Bora

Auch das ist ein Phänomen der Bora, selbst auf kürzeren Distanzen kann sie gravierende Unterschiede

bei der Windgeschwindigkeit entwickeln.

  • 191 km/h Makarska/Dalmatien (Kroatien)
  • 176 km/h Split – Marjan (Kroatien)
  • 152 km/h Dubrovnik (Kroatien)
  • 133 km/h Tivat (Montenegro)
  • 131 km/h Mostar (Bosnien und Herzegowina)
  • 101 km/h Rijeka (Kroatien)
  • 100 km/h Triest – Hafen (Italien)

Die Bora macht sich rar

Das Phänomen Bora ist nicht ortsgebunden, es kommt unter vergleichbaren Umständen – neben der Ostküste der Adria – auch noch an der russischen Schwarzmeerküste bei Noworossijsk, auf Nowaja Semlja, in Skandinavien und in der Kantō-Ebene Japans vor.

www.kuestenpatent-kroatien.at

 

Navigation – Arktischer Magnetpol – öfter mal was Neues

Navigation Arktischer Magnetpol – öfter mal was Neues

 

Geographischer Nordpol

Im alltäglichen Sprachgebrauch ist der nördlichste Punkt der Erde der Nordpol, zugleich ist er auch der nördliche Drehpunkt der Erdachse. Seine offizielle Bezeichnung lautet: geographischer Nordpol, er ist Antipode des geographischen Südpols. Seine feste Position: geographische Breite 90° 0‘.

 

Arktischer Magnetpol

Auf der nördlichen Erdhalbkugel ist jener Punkt der arktische Magnetpol, an dem die magnetischen Feldlinien des Erdmagnetfelds vertikal zur Erdoberfläche in die Erde eintreten.

Normale Kompasse, deren Nadel nur vertikal um die Achse drehbar sind, können sich innerhalb eines Radius von etwa 2000 km um den arktischen Magnetpol nicht mehr nach Norden ausrichten. Die waagerechten Anteile des Erdmagnetfelds sind hier für die Anzeige zu schwach.

Ein speziell konstruierter Kompass für diese Messungen – er ähnelt einem Schiffskompass – zeigt am magnetischen Nordpol mit seiner „Norden“-Markierung senkrecht nach unten.

 

Innere Unruhe

Er ist, war es von Anbeginn, ein Vagabund – der arktische Magnetpol. Er ist nicht ortsfest und wandert ständig nach einem polydimensionalen Muster. Die Verlagerung des magnetischen Magnetpols geschieht von Jahr zu Jahr in einer nur grob vorhersehbaren Art. Im Augenblick verläuft seine Wanderung jährlich um ca. 40 Kilometer in Richtung Nordwest, die kanadischen Nordpolarmeer-Inseln hat er inzwischen verlassen. Dabei wandert der arktische Magnetpol auf einer elliptischen Bahn täglich um seine mittlere Position.

 

Größere Positionsverlagerungen bei Störung

Der Magnetpol kann bei Erdmagnetfeld-Störungen um bis zu 50 Kilometer von seiner mittleren Position abweichen. Die Verlagerung besteht, solange die Magnetfeldstörung andauert. Es ist nachgewiesen, dass sich in der Erdgeschichte das Magnetfeld der Erde mehrmals umgepolt hat.

Nicht wenige Wissenschaftler vertreten die Meinung, dass die Beschleunigung der Verlagerung ein Hinweis für eine langfristig bevorstehende Umpolung der Erde ist.

 

Durch die vorher genannten Vorgänge gibt es Unregelmäßigkeiten bei Navigationsgeräten, vor allem in hohen Breitengraden.

 

Navigationsmethoden

Die drei klassischen Navigationsverfahren wurden im Laufe der Jahre mit Ergänzungen und Neuerungen erweitert. Heute unterscheidet man im Allgemeinen 7 Methodengruppen und als achte eine optimale Kombination. Bei fast allen Navigationsmodellen spielt der Kompass eine entscheidende Rolle. Seine Nadel zeigt immer auf den arktischen Magnetpol – die magnetische Nordrichtung. Aus dieser Position heraus lassen sich alle anderen Himmelsrichtungen bestimmen.

 

Kapriolen in der Arktis

Wo sich der arktische Magnetpol wann befindet, zeigt das World Magnetic Model (WMM). Dies ist ein großräumiges Modell zur Beschreibung des Erdmagnetfeldes und seiner Änderung.  Aktualisiert wird es vom US-amerikanischen National Geophysical Data Center (NGDC) und dem British Geological Survey (BGS) und wird in 5-Jahres Abständen herausgegeben.

WMM ist das geomagnetische Standardmodell bei zahlreichen nationalen sowie internationalen Diensten und wird auch in Geräten mit Magnetfeldsensoren eingesetzt.

“World Magnetic Model is the standard model used by the U.S. Department of Defense, the U.K. Ministry of Defence, the North Atlantic Treaty Organization (NATO) and the International Hydrographic Organization (IHO), for navigation, attitude and heading referencing systems using the geomagnetic field. It is also used widely in civilian navigation and heading systems.”

Das Modell liefert weltweit die Ortsmissweisung und eine Beschreibung des Erdmagnetfeldes für einen Bereich von einem Kilometer unter bis 850 Kilometer über der Erdoberfläche.

 

Daneben – trotz aller Sorgfalt

Kurz nach der neuen turnusgemäßen Neukartierung (2015) des Erdmagnetismus gab es unter Südamerika einen geomagnetischen Ausschlag, der nicht von Modellrechnungen vorhergesagt wurde. Außerdem bewegte sich auch noch der magnetische Nordpol. Dieser befand sich lange Zeit in Nordkanada, wandert aber ständig und liegt derzeit im arktischen Meer unweit des geografischen Nordpols.

Diese Unregelmäßigkeiten lassen die Realität von den Vorhersagen abweichen. Im März des vergangenen Jahres berichteten Nutzer in der Arktis von Ungenauigkeiten in der Navigation. Das heißt aber nicht, dass Navigationssysteme derzeit in die Irre führen. Die Abweichungen liegen in bewohnten Gebieten bei unter einem Grad – nur in der Arktis könnte die Ungenauigkeit des World Magnetic Model zum Problem werden.

 

Ein Update muss her

Daraufhin wurde ein außerplanmäßiges Update vorgesehen. Dessen Daten stellen britische Geologen seit dem vergangenen September in Roh-Form zur Verfügung. Die Software, die eine Anwendung im Alltag erleichtert, wird allerdings von ihren amerikanischen Kollegen geliefert und hier blieb alles hängen. Die anstehende Aktualisierung des sogenannten World Magnetic Model, der Weltkarte des Erdmagnetfelds, musste verschoben werden, da die zuständige Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA vom Shutdown betroffen war.

Die neue Version des World Magnetic Model wurde daher erst am 04. Februar 2019 veröffentlicht.

Küstenpatent mit UKW

Küstenpatent mit UKW

So kann ein Kroatien-Urlaub zum Fiasko werden

 

Der langersehnte Kroatien-Urlaub rückt unaufhaltsam näher, die Vorfreude auf diesen Urlaub steigt und steigt. Drei Wochen auf den Wassern der Adria vor Kroatiens Küste, ein längerer Törn mit der Familie und Freunden auf einem Segler in einem der landschaftlich schönsten Reviere Europas.

 

Wissen macht es möglich

Der kroatische Staat ist zwar seit dem 1. Juli 2013 Mitglied der Europäischen Union und außerdem Mitglied der NATO, der Welthandelsorganisation, der OSZE und der Vereinten Nationen – und trotzdem, irgendwie ticken kroatische Uhren anders. Selbiges bemerkt man häufig erst, wenn man vor Ort ist und zur Kasse gebeten wird, dabei nur noch den Kopf schüttelt.

 

Nichtwissen ist strafbar

Nichtwissen kann teuer zu stehen kommen. Angenommen die Einreise erfolgt auf eigenem Segelboot mit Hilfsmotor (Flautenschieber mit 30 kW), einem Dingi mit 3 kW Außenborder an Bord und der deutsche Skipper besitzt nur einen gültigen deutschen Segelschein. Soweit ist alles in bester Ordnung. Steigt der Skipper zum Zweck der Einklarierung ins Beiboot und tuckert zum Hafenamt, begeht er eine Straftat – er hat ja keinen gültigen Bootsführerschein – und das bringt viel Ärger und kostet Bares. Vielleicht tröstet es, wenn erfahren wird, dass es viele erwischt – Österreicher, Deutsche etc. – vor den harten, nautischen Gesetzen der kroatischen Regierung sind alle gleich, besonders die…

 

Übrigens sollte der Urlaub mit der Charterung eines Seglers mit motorisiertem Dingi geplant sein, entweder Segelschein und Motor-Bootschein mitnehmen oder ein Dingi ohne Motor an Bord nehmen und dann sportlich pullen oder kräftig in die Riemen legen.

 

Viele Österreicher hat es bereits erwischt, sie mussten zahlen. Sie charterten ein Segelboot mit Hilfsmotor – dort reichte der Segelschein, weil der Wind in den Segeln der Hauptantrieb ist und der Hilfsmotor, auch wenn er 30 kW hat – ist und bleibt er ein Flautenschieber. Wenn nun der gleiche Skipper, welcher zuvor die Segelyacht mit dem 30 kW Dieselmotor gesteuert hat, auf ein Schlauchboot mit etwa 3 kW umsteigt, ist im Handumdrehen die Berechtigung dafür ungültig und eine Strafe fällig.

Das Dingi wird als Motorboot klassifiziert und nach dem kroatischen Gesetz muss man auch einen Motoryacht-/ Motorbootsschein haben.

 

Vorsicht – hier kann es funken

Es ist generell nicht erlaubt und strafbar, ohne eine gültige Seefunklizenz ein Boot zu chartern, das mit Seefunk ausgerüstet ist. Es besteht ein Gesetz, das besagt, dass alle Charterboote innerhalb einer Übergangsfrist, mit Funk auszustatten sind. Im Klartext heißt dies, wer ein Boot chartern will, muss im Besitz einer UKW-See-Sprechfunk-Lizenz sein: Ohne Funklizenz kein Boot mit See-Funk.

 

Eskalation inbegriffen

Um allen Eventualitäten zu entgehen, einfach auf Sicherheit gehen und das Küstenpatent B inkl. UKW See-Sprechfunk-Lizenz machen, das garantiert den Besitz eines kroatischen Bootsführerscheins, der den Motorboot-/Segelboot-Schein und UKW Sprechfunk beinhaltet.

 

Der Versuch, sich irgendwie an den strengen, nautischen Regeln in Kroatien vorbeizudrücken, ist zum Scheitern verurteilt und hat harte Strafen zur Folge.

 

Die Risiken bestehen:

  • Fahren ohne Funk in Kroatien,
  • Vercharterer gibt Ihnen kein Boot,
  • Urlaub fehlt ins Wasser…
  • Haftung bei einem Unfall ist fraglich

 

Die bestehende Option:

Sich kurzfristig bei AC Nautik zum kroatischen Küstenpatent anmelden, büffeln, Prüfung bestehen und das Boat Skipper B Patent mit UKW-See-Sprechfunk-Lizenz in Empfang nehmen – es lohnt sich in jedem Fall.

 

Sollte aber schon ein gültiges Boat Skipper B Patent ohne Funklizenz vorhanden sein, dann besteht die Möglichkeit, die UKW-See-Sprechfunk-Lizenz bei AC Nautik kurzfristig nachzumachen.

Stand: 28.02.2019

 

AC – Küstenpatent

Bootsunfälle

AC – Küstenpatent

Das Küstenpatent ist der Schlüssel für Kroatiens Küste

 

Urlaubsparadies Kroatien

Kroatien mit seiner malerischen Küste, den schönen, abwechslungsreichsten Landschaften verzaubert jährlich viele tausend Besucher. Neben den historischen Sehenswürdigkeiten und den idyllischen Küstenstädtchen mit ihrem mittelalterlichen Charme, sind es vor allem die traumhaften kroatischen Strände und das klare Wasser der Adria, die den Urlauber anziehen.

An der langgezogenen adriatischen Küste – sie ist mal eben 1778 Kilometer lang und werden die Küstenkilometer der Inseln hinzugezählt dann sind es etwa 6176 Kilometer – findet der Urlauber endlos lange Sandstrände, weiße Kieselbuchten und romantische Felsenbuchten. Hier erlebt und genießt der Urlauber die Reinheit, das tiefe Meeres-Blau und das glasklare Wasser der Adria.

Die Küste Kroatiens wird gern in drei Regionen eingeteilt. Im Norden ist es die Halbinsel Istrien, gefolgt von der angrenzenden Kvarner Bucht und endet im Süden von Dalmatien an der montenegrinischen Grenze.

Für Bootseigner eines der schönsten Reviere Europas

Entlang der ca. 1.778 km langen Küste reihen sich, wie Perlen an einer Kette, über 1.000 Inseln (größere und kleinere) und ungezählte kleinere Riffe. Von den Inseln sind nur etwa 68 bewohnt aber alle umspült das kristallklare Wasser der Adria und sie stehen in der Gunst der Freizeitskipper ganz oben. Sie lassen sich gern verzaubern von den malerischen Meeresbuchten, Naturparadiesen und dem reichen Kulturerbe.

 

Weltkulturerbe

Das Land ist die große Schatzkammer eindrucksvoller Geschichtsepochen und zeigt sein reiches Kulturerbe in vielen Museen, historischen Bauten, Kirchen und anderen Sehenswürdigkeiten. Ein Gang durch die geschichtsträchtigen Orte ist wie Wandeln in einem „Freilichtmuseum“, nimmt den Besucher mit in eine längst vergangene Zeit. Kroatien steht mit seiner Vielzahl an Denkmälern auf der UNESCO-Liste der Weltkulturerbe weit oben.

Skipper schätzen die Gastfreundschaft der Bevölkerung und besuchen gern das Revier der 1000 Inseln, erfreuen sich am kulturellen Erbe und genießen das umfangreiche kulinarische Angebot.

Kulinarisches – international

 

Gourmetfreunde schätzen die abwechslungsreiche, gesunde Mittelmeerküche und runden diese gern mit den hervorragenden Weinen aus den kroatischen Anbaugebieten ab. Die kroatische Küche spiegelt die Kulturen wider, die das Land im Laufe seiner geschichtlichen Vergangenheit geprägt haben. Heute existieren neben der landestypischen Küche auch Einflüsse aus der italienischen, ungarischen, wienerischen und türkischen Küche in den dargebotenen Gerichten. Trotzdem hat jede Region noch ihre eigenen Spezialitäten. Überall beeindruckend ist generell die gute, frische Qualität der Produkte.

Der Bootsführerschein muss sein

Für alle motorbetriebenen Boote braucht man einen Bootsführerschein, auch für Segelboote ab einer Länge von 2,50 Metern besteht in Kroatien Führerscheinpflicht. Mit einem Küstenpatent in der Tasche, steht einem traumhaften Ausflug mit dem Boot entlang der kroatischen Adria nichts mehr im Wege.

 

Wo der Bootsführerschein für Kroatien gemacht werden kann? Die Frage ist schnell beantwortet –

der Erwerb des kroatischen Küstenpatents (Boat Skipper B inkl. UKW-Sprechfunklizenz) ist einfach. Es beginnt mit der Anmeldung zu einem Kurs bei AC Nautik e. U., umgehend kommt eine Anmelde-Bestätigung und natürlich die deutschsprachigen Lernunterlagen. Mit diesen Unterlagen wird zu Hause gebüffelt, der Inhalt des Skriptums zu eigenem Wissen gewandelt und sich so auf den Kurs bei AC Nautik e. U. und die abschließende Prüfung in einem kroatischen Hafenamt vorbereitet. Welcher Termin für Kurs und Prüfung gewählt wird, ist der freien Entscheidung überlassen. Wenn es gewünscht wird, übernimmt AC Nautik e. U. die Organisation von Kurs und Prüfung und überlässt nur noch das „Büffeln zur Prüfung“. Es ist ein gutes Gefühl, einen so erfahrenen Partner – wie es AC Nautik e. U. ist – an der Seite zu haben.

Das Küstenpatent der „Boat Skipper B“
Als Küstenpatent werden Bootsführerscheine allgemein in Kroatien bezeichnet, offiziell jedoch heißen

die Bootsführerscheine für Kroatien: „Boat Skipper A, B oder C“ und „Yachtmaster A“.

In Kroatien sind alle Boote und Schiffe mit Motor führerscheinpflichtig. Das geläufigste und zugleich am häufigsten erworbenen Patent ist der „Boat Skipper B mit UKW-Sprechfunklizenz“.

 

  • Boat Skipper A berechtigt das Führen von Booten bis zu 7 m Länge und mit einer Motorleistung bis zu 8 kW in einem küstennahen Streifen bis zu sechs nautischen Meilen von der Küste entfernt. Das Mindestalter für die Erlaubnis ist 16 Jahre.

 

  • Boat Skipper B mit UKW-Sprechfunklizenz berechtigt zum Führen von Segelbooten und Motorbooten bis 30 BRZ (je nach Bauart Boote bis zu ca. 18 m Länge). Die Erlaubnis gilt für Segelyachten, Motoryachten und Jetfahrzeuge; die Motorleistung ist nicht begrenzt. Erteilt wird die Erlaubnis ab 16 Jahren.

Die UKW-Seesprechfunkberechtigung für Kroatien (die Prüfung kann mit dem vollendeten 16. Lebensjahr abgelegt werden) ist wichtig, wenn Sie im Land ein Boot chartern möchten. Die meisten Charterboote sind inzwischen mit UKW-Seesprechfunk ausgerüstet und dürfen folglich nur an Skipper mit Bootsführerschein B inkl. UKW-Seesprechfunklizenz verchartert werden.

 

  • Boat Skipper C beinhaltet kommerzielle Nutzung für Boote bis 30 BRZ ohne Begrenzung der Motorleistung. Die Erlaubnis wird für eine Dauer von fünf Jahren erteilt; anschließend wird eine neue ärztliche Untersuchung verlangt.

 

  • Yachtmaster A erlaubt privates und kommerzielles Führen von Segel- und Motorschiffen bis 100 bzw. 200 BRZ. Die Erlaubnis gilt fünf Jahre (bei kommerzieller Tätigkeit), eine neue amtsärztliche Untersuchung ist nach Ablauf erforderlich.

 

Praxis ist gefragt

Da die behördliche Prüfung ausschließlich aus Theorie besteht, beinhaltet der Kurs ebenso nur den theoretischen Stoff. Vor der ersten eigenverantwortlichen Übernahme des Ruders sollte daher ein etwas umfangreicheres Praxistraining absolviert werden, wofür AC Nautik e. U. ebenso verschiedene Angebote (für Motorboot oder Segelboot) bereithält, um dem Skipper-Neuling die entsprechende Praxis zu vermitteln.

 

Chartern entlang der Küste

Entlang der traumhaften Küste aber auch auf den Inseln gibt es vielerorts Möglichkeiten sich ein passendes Boot oder eine schöne Yacht tageweise oder auch für einen längeren Törn zu mieten und damit auf Entdeckungstour zu gehen.

 

An der Adria herrschen meist recht moderate Winde vor, so eignet sich das Revier auch sehr gut für Skipper-Neulinge – hier speziell der nördliche und mittlere Bereich der Region Dalmatien. Freunde von Motorbooten schippern gerne in der Zeit zwischen Mitte Juni und Anfang September.

Wer es eine Spur sportlicher mag, wird zum Segeln eher die Gefilde der Kvarner Bucht bevorzugen. Der sportlich ambitionierte Segler kommt eher in der Vor- und Nachsaison voll auf seine Kosten.

 

Ankern und/oder Bojen-Felder

Wenn und wo ankern erlaubt ist, ist dies in aller Regel kostenlos. Um jedoch den Meeresboden, Flora und Fauna vor größeren Schäden oder Zerstörungen zu schützen, wurden und werden noch an vielen Stellen „Felder“ mit sogenannten Festmachbojen errichtet. Diese Bojen-Felder werden vom Staat an private Unternehmen verpachtet und sollten von diesen auch unterhalten werden. Das ist leider nicht immer der Fall, daher sollte die Festigkeit der Boje vor dem Festmachen überprüft werden. Für den Erhalt werden nämlich von den Nutzern Gebühren verlangt, welche sich an der Bootsgröße und/oder der Crewstärke sowie an der Dauer der Nutzung orientieren. Eine Quittung für die Gebühren ist Pflicht.

Funk & Charter

Nach neuerer Gesetzeslage müssen Charterboote mit UKW-Seesprechfunk ausgerüstet werden oder sein. Da die meisten Charteryachten bereits über eine Funkausrüstung verfügen, muss der Skipper auch über eine UKW-Seesprechfunkberechtigung verfügen – so schreibt es der Gesetzgeber vor. Diese Funkberechtigung ist inzwischen im kroatischen Küstenpatent der Kategorie B (das klassische Küstenpatent) inkludiert.

Die Frage nach der Gültigkeit des „Boat Skipper B“

Von den nachfolgenden Staaten haben wir, die AC Nautik, schriftliche Dokumente über die Gültigkeit des Küstenpatents für österreichische Staatsbürger angefordert. Diese Dokumente bestätigen die Gültigkeit des Küstenpatents in diesen Ländern:

Italien – Griechenland – Spanien – Frankreich – Südafrika – Slowenien – Deutschland – und andere Länder.

Diese Aufstellung kann hier kostenlos als PDF down geladen werden.

 

Stand: 28.02.2019

 

Thema Nautik in Kroatien

Thema Nautik in Kroatien

Verspüren Sie schon seit längerer Zeit den Wunsch, mit dem Boot über die Adria zu schippern? Dann sollten Sie nicht lange warten und sich diesen Traum so schnell wie möglich erfüllen. Die Grundvoraussetzung ist der Bootsführerschein für Kroatien, der in der Fachsprache als Küstenpatent bezeichnet wird. Wenn Sie dieses Dokument besitzen, dürfen Sie mit einem Motorboot oder einer Segeljacht die malerischen Inseln vor der Küste entdecken und währenddessen die Idylle in vollen Zügen genießen.

Ein Urlaub in Kroatien ist eine tolle Mischung aus Action, Spaß und Erholung. Mit dem Küstenpatent haben Sie die Option, das kleine Land an der Adria von einer völlig anderen Facette zu erleben. Mit dem Boot erreichen Sie problemlos die verstecktesten Buchten und erholen sich an den schönsten Stränden abseits der touristischen Hochburgen. Vielleicht bekommen Sie auf einer Bootsfahrt den einen oder anderen Delfin zu Gesicht.

Das Team von AC Nautik in der österreichischen Gemeinde Gössendorf erweist sich als wertvolle Unterstützung beim Erwerb des Bootsführerscheins. Wir verfügen über jahrelange Erfahrung, wenn es um Ausbildungen, Schulungen und Kurse zu diesem Thema geht. Nutzen Sie die Gelegenheit und kontaktieren Sie unseren telefonischen Support. Dieser Service ist kostenfrei. Die Beratung durch unser fachkompetentes Personal wird Ihnen helfen, eine endgültige Entscheidung zu treffen. Mit AC Nautik an Ihrer Seite erhalten Sie den Bootsführerschein für Kroatien innerhalb kurzer Zeit und dürfen sich im Anschluss auf unvergessliche Ferien freuen.