Tag 59: Landtag – ACI Marina Šimuni und Erkundung der Insel Pag

Tag 59: Landtag – ACI Marina Šimuni und Erkundung der Insel Pag

Wir mieten uns wieder einmal ein Auto für einen Tag und möchten mit einer Rundfahrt die Insel Pag zu erkunden. Doch weit kommen wir nicht: In Kolan, nur knapp 6 Kilometer von Šimuni entfernt, besuchen wir die bekannte Käserei Sirana Gligora. Besonders der von hier stammende und immer noch auf traditionelle Art in Handarbeit produzierte Paški sir, ein harter Weißkäse, zu 100 Prozent hergestellt aus Schafsmilch von kleinwüchsigen Schafen von der Insel Pag, ist für seine geschmackliche Vielfalt berühmt. Der Käse reift vier bis sechs Monate und wird an der Luft getrocknet. Dadurch erhält der Käse seine besondere Würze. Der Paški sir existiert in vielen verschiedenen Varianten. Nicht umsonst ist die Käserei Sirana Gligora die am häufigsten prämierte Käserei in Kroatien und gleichzeitig eine der am häufigsten ausgezeichneten Käsereien der Welt. Hier wird seit Firmengründung im Jahre 1918 durch Ivan Gligora die Tradition des Käserberufs (und damit auch der eine oder andere geheime Kniff) über die Generationen innerhalb der Familie Gligora weitergegeben und hochgehalten. Wir können jedem Käseliebhaber nur wärmstens empfehlen, diesen wunderbaren und einzigartigen Käse zu probieren. Jeder, der Käse mag, wird nicht enttäuscht sein.

Man kann an einer der täglich stattfindenden Führungen durch die Käserei teilnehmen. Auf einer solchen Führung gibt es noch mehr zu erfahren über die Geschichte des Pager Käses und die Produktionsprozesse, die bei der Herstellung des Käses eine Rolle spielen. Zunächst gibt es detaillierte Einführung in die Tradition der Käseherstellung auf der Insel Pag sowie in die Geschichte der Käserei Sirana Gligora und des speziellen von hier stammendes Käses. Ein Guide führt dann durch die Produktionsräume der Käserei geführt, bevor es in die Reifekeller geht. Diese Reifekeller beherbergen bis zu 200 Tonnen Käse in verschiedenen Reifestadien, wobei neben dem berühmte Schafskäse auch Käsesorten aus Kuhmilch und Ziegenmilch gelagert werden. Die Besucher erhalten am Schluss der Führung Gelegenheit, die verschiedenen Käsesorten an Ort und Stelle dort zu probieren, wo sie hergestellt wurden. Ein Teil der Reifekeller sind als eine Art „Experimentier-Ecken“ gestaltet, wo die Besucher Käse-Prototypen verkosten können.

Die wichtigsten Erzeuger des Pager Käses haben sich in den letzten Jahren zu einem Verein zusammengeschlossen, um Pager Käse mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung bezeichnen zu können. Um die begehrte Auszeichnung zu erhalten, muss der Käse selbstverständlich nicht nur von der Insel Pag stammen, sondern es sind auch strenge Produktionsmethoden sowie eine besondere Herkunft der einzelnen Grunderzeugnisse vorgeschrieben.

Die Führungen finden täglich neben in kroatischer Sprache auch in englischer und deutscher Sprache statt. Da die Touren sehr beliebt sind und pro Führung jeweils nur wenige Plätze zur Verfügung stehen, ist eine vorherige Reservierung sehr empfehlenswert.

Adresse für Führungen und Verkostungen: Käserei Gligora / Gligora Ružica, Figurica 22/A, 23251 Kolan, Kroatien, Tel:: +385 23 700 795, Mobil: +385 98 235 432, Fax: +385 23 698 107, Web: www.gligora.com/fuhrungen-verkostigungen/, E-Mail: visit@gligora.com

Tag 58: Von Hafen Molat nach ACI Marina Šimuni (19 sm) / Fahrzeit ca. 4 Stunden

Tag 58: Von Hafen Molat nach ACI Marina Šimuni (19 sm) / Fahrzeit ca. 4 Stunden

Von Molat aus nehmen wir Kurs auf die Insel Pag. Ziel ist die ACI Marina Šimuni, wo wir uns bereits per Seefunk über UKW-Kanal 17 angemeldet haben. Die ACI Marina Šimuni liegt im westlichen Teil der Šimuni-Bucht. Sie bietet 191 Wasserliegeplätze, alle mit Strom und Wasseranschluss am Steg ausgestattet. Zu den Serviceangeboten der ACI Marina Šimuni gehören neben den obligatorischen (und sehr sauberen) Duschen und Toiletten unter anderem eine Wechselstube, ein Lebensmittelgeschäft, ein Arzt sowie eine Bank und eine Poststelle. Wi-Fi ist im Hafen verfügbar. Für die technische und logistische Seite ist ebenfalls gesorgt: WC-Tanks können ebenso entsorgt werden wie Chemie-WCs. Ein 15-Tonnen-Kran steht neben einer Slipanlage und einem Ausrüster für Bootszubehör für die Gäste zur Verfügung.

Hinweis: Auf der Westseite der Einfahrt zur ACI Marina Šimuni befindet sich eine Untiefe, beim Einlaufen die Mitte der Bucht ansteuern!

Adresse: ACI-Marina Šimuni, Obala 1, Šimuni, 23251 Kolan, Tel: +385(0)23 697 457, GSM: +385 (0)98 398 843, Fax:+385 (0)23 697 462, Web: www.aci-club.hr, E-Mail m.simuni@aci-club.hr, Hafenmeisterei auch erreichbar über UKW Kanal: 17. Koordinaten des Leuchtfeuers Fl.G. 3s 3sm 7m: 44°27,8’ N 14°57,5’ E.

Wir essen zu Abend in der Konoba Didova Kuća. Auf der Terrasse der Konoba bittet das Personal darum, auf bunten Holzstühlen an ebenso bunten Holztischen Platz zu nehmen. Der Ort versprüht eine angenehm künstlerisch angehauchte, stilvolle und friedliche Atmosphäre. Schon die liebevoll gestaltete Speisekarte ist einen Pluspunkt wert. Sie beschreibt in mehreren Sprachen die Insel Pag und die hierher stammenden Gerichte und gibt so einen Überblick über das traditionelle kulinarische Lebensart der Insel. Wenn das Essen hält, was die Speisekarte verspricht, muss es wirklich sehr gut sein! Viele Gerichte werden traditionell gegrillt oder geschmort zubereitet.

Wir entscheiden uns für den Fisch mit Grünkohl und grünen Bohnen, toll angerichtet und serviert auf einem Teller in Fisch-Form. Dazu eine Käseplatte, garniert mit Mandeln und weiteren Spezialitäten aus der Region wie dem berühmten Pager Schafskäse und eingelegten Früchten. Während des Essens kann man den Blick über den Hafen genießen. Die Konoba Didova Kuća bietet nicht nur tolles Essen zu vernünftigen Preisen, sie gehört kulinarisch für uns zu einer der besten Konobas auf der gesamten Insel Pag und zu den Highlights der gesamten Reise. Sollte die Konoba jemals ein Geheimtipp gewesen sein, denken wir angesichts der gebotenen Qualität, dass sie es sicher nicht mehr lange bleiben wird…

Adresse: Konoba Didova Kuća, Šimuni 39, 23251 Kolan, Kroatien, Tel: +385 23 697 219

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Tag 57: Von ACI Marina Piškera nach Hafen Molat (33 sm) / Fahrzeit ca. 7 Stunden

Tag 57: Von ACI Marina Piškera nach Hafen Molat (33 sm) / Fahrzeit ca. 7 Stunden

Unsere Reise geht weiter entlang der langgezogenen zahlreichen Inseln der Kornaten, dem aus rund 150 spärlich bewachsenen Eilanden bestehenden Archipel mit seinem speziellen und unverwechselbaren Charme. Teilweise gehören die Kornaten zum Nationalpark Kornaten. In dessen Verwaltungszone herrschen wegen der zwar robusten, aber dennoch schützenswerten Vegetation nicht nur strenge Verhaltensvorschriften, sondern es wird auch Sport getrieben: hier findet beispielsweise alljährlich im Frühjahr der Kornati Cup statt, eine bei Seglern sehr beliebte Veranstaltung. An Otok Kornat und Dugi otok mit dem an der nordwestlichen Landspitze gelegenen sehenswerten Veli Rat, das wir an Tag 3 und 4 unserer Reise bereits besucht haben, geht es vorbei und weiter nach Molat auf der gleichnamigen Insel.

Bei Molat befindet sich ein einfacher kleiner Hafen in der Bucht von Lucina, der von Segler wegen seiner windgeschützten Lage und wegen der Ruhe, die er bietet, sehr geschätzt wird. Der Hafen bietet Platz für ca. fünf Yachten von normaler Größe (bis ca. 39 Fuß entsprechend 12 Meter Länge), der Hafen ist wie üblich mit Mooringleinen ausgestattet. Bei den Hafenmanövern heißt es unbedingt besonders Obacht zu geben, denn die Mooringleinen verlaufen unüblich sehr flach. Es besteht somit stets die Gefahr, dass man eine Mooringleine übersieht, dass sich diese unabsichtlich im Saildrive verheddert und folglich das Schiff unter Maschine manövrierunfähig werden lässt, was im Hafen besonders unangenehm werden kann.

Es gibt im Hafen von Molat Landstromanschluss und Duschen. Der Hafenmeister begegnet uns sehr freundlich und zuvorkommend. Der Ort Molat selbst liegt weiter im Hinterland und etwas höher: hier gibt es einige Geschäfte, in denen man die täglichen Besorgungen machen kann und auch ein Fischrestaurant ist vorhanden – bei nur 197 Einwohnern keine Selbstverständlichkeit. Überhaupt erscheint uns Molat als netter kleiner, malerischer und eher ruhiger Ort, an dem man entspannen und die Seele baumeln lassen kann. Der Ort hätte wohl gute Chancen, dass ein Einsiedler sich hier dauerhaft niederlassen würde. Der Geist des Adriatischen Meeres ist in Molat förmlich zu spüren.

Koordinaten Molat Hafen: 44°12’45.5“N 14°52’23.8“E

Kroatien – Kurtaxe 2019 – kleine Boote zahlen mehr

Kroatien – Kurtaxe 2019 – kleine Boote zahlen mehr

‚Der Schuss in den Ofen’ war vorprogrammiert – die drastischen Preiserhöhungen von 2018 für die ‚Skipper-Kurtaxe’ zeigten Wirkung, haben die Verantwortliche zum Umdenken gezwungen – Denkfehler inklusive. Denn auch die neue Regelung der Kurtaxe 2019 mit dem Motto: ‚Die großen Boote zahlen erheblich weniger – im Gegenzug kleinere Boote viel mehr’ wird nicht greifen – bekanntlich hört beim Geld jede Freundschaft auf.

Unfair wäre es zu behaupten: ‚Die Kleinen fängt man und die Großen lässt man laufen’. Aber wie bitte soll man erklären, dass Eigner einer Yacht von über 20 Meter Länge 8.500 Kuno jährlich an Kurtaxe einsparen. Bootsbesitzer von Booten bis zu 9 Meter Länge in dem Bereich von 8 Tagen bis zu 90 Tagen im Durchschnitt etwa 50 Prozent mehr Kurtaxe zahlen müssen. Erst im Zeitraum von einem Jahr 200 Kuno einsparen dürfen.

Neues und Absichtserklärungen

Für Chartergäste gibt es auch Neues zu berichten, für sie steigt die tägliche Kurtaxe nur um 25 Prozent von acht auf zehn Kuno.

Neues erwartet auch Kurzurlauber, sie haben die Möglichkeit Kurtaxe für den Zeitraum bis zu drei Tagen zu zahlen.

Zugleich mit der Neuregelung der Kurtaxe wurde die Absichtserklärung veröffentlicht, es sollen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, die es möglich machen, die Kurtaxe nicht nur
• im Hafenamt sondern auch
• in den Marinas und
• an den Anlegestellen
zu begleichen. Das ließe die langen Wartezeiten vor den kroatischen Hafenämtern der Vergangenheit angehören.

Neue Regelung Kurtaxe 2019 (im Vergleich zu 2018)

Bootslänge Zeitraum Betrag 2018
in Kuna Betrag 2019
in Kuna
5 – 8,99 m bis 3 Tage 90,00
bis 8 Tage 130,00 210,00
bis 15 Tage 240,00 360,00
bis 30 Tage 400,00 600,00
bis 90 Tage 950,00 1.410,00
bis 1 Jahr

9 – 11,99 m bis 3 Tage 150,00
bis 8 Tage 400,00 350,00
bis 15 Tage 700,00 600,00
bis 30 Tage 1.200,00 1.000,00
bis 90 Tage 2.900,00 2.350,00
bis 1 Jahr 5.800,00 3.000,00

12 – 14,99 m bis 3 Tage 210,00
bis 8 Tage 500,00 490,00
bis 15 Tage 950,00 840,00
bis 30 Tage 1.600,00 1.400,00
bis 90 Tage 3.850,00 3.290,00
bis 1 Jahr 7.700,00 4.200,00

15 – 19,99 m bis 3 Tage 240,00
bis 8 Tage 650,00 560,00
bis 15 Tage 1.200,00 960,00
bis 30 Tage 2.000,00 1.600,00
bis 90 Tage 4.800,00 3.760,00
bis 1 Jahr 9.600,00 4.800,00

über 20 m bis 3 Tage 300,00
bis 8 Tage 950,00 700,00
bis 15 Tage 1.800,00 1.200,00
bis 30 Tage 3.000,00 2.000,00
bis 90 Tage 7.200,00 4.700,00
bis 1 Jahr 14.500,00 6.000,00
Bootslänge Zeitraum Betrag 2018
in Kuna Betrag 2019
in Kuna
5 – 8,99 m bis 3 Tage 90,00
bis 8 Tage 130,00 210,00
bis 15 Tage 240,00 360,00
bis 30 Tage 400,00 600,00
bis 90 Tage 950,00 1.410,00
bis 1 Jahr

9 – 11,99 m bis 3 Tage 150,00
bis 8 Tage 400,00 350,00
bis 15 Tage 700,00 600,00
bis 30 Tage 1.200,00 1.000,00
bis 90 Tage 2.900,00 2.350,00
bis 1 Jahr 5.800,00 3.000,00

12 – 14,99 m bis 3 Tage 210,00
bis 8 Tage 500,00 490,00
bis 15 Tage 950,00 840,00
bis 30 Tage 1.600,00 1.400,00
bis 90 Tage 3.850,00 3.290,00
bis 1 Jahr 7.700,00 4.200,00

15 – 19,99 m bis 3 Tage 240,00
bis 8 Tage 650,00 560,00
bis 15 Tage 1.200,00 960,00
bis 30 Tage 2.000,00 1.600,00
bis 90 Tage 4.800,00 3.760,00
bis 1 Jahr 9.600,00 4.800,00

über 20 m bis 3 Tage 300,00
bis 8 Tage 950,00 700,00
bis 15 Tage 1.800,00 1.200,00
bis 30 Tage 3.000,00 2.000,00
bis 90 Tage 7.200,00 4.700,00
bis 1 Jahr 14.500,00 6.000,00

Ein Blick auf die Tabelle verrät: Bootsbesitzer von Fahrzeugen bis zu 8,99 m
zahlen 2019 deutlich mehr. Eigner von Booten ab 9 m bis zu den Yachten ab 20 m zahlen deutlich weniger.

www.kuestenpatent-kroatien.at

Nautik – Port of Entry – der Schlüssel für Kroatien

Nautik – Port of Entry – der Schlüssel für Kroatien

Die große Freiheit auf internationalen Gewässern endet bei der Einfahrt mit dem eigenen Boot in die nationalen Hoheitsgewässer der Küstenanrainerstaaten. Hier gelten ausnahmslos die Vorschriften und Gesetze des jeweiligen Gastlandes. Für den Skipper ist es notwendig, dass er sich vor Antritt des Bootsurlaubs über die Formalitäten, die ihn erwarten, ausreichend informiert und erwünschte Unterlagen für die Einklarierung bereithält.

Klarierung – kein Buch mit sieben Siegeln
In der Seeschifffahrt bezeichnet der Begriff ‚Klarierung’ die Erledigung aller Pflichten, die dem Boot bei der Ankunft oder der Abfahrt aus einem Hafen entstehen. Das beinhaltet das Ein- und Ausklarieren (An- und Abmelden) bei amtlichen Stellen und Behörden, erledigen von Formalitäten für Skipper und Crew und besonders wichtig die Bezahlung aller Steuern, Gebühren und sonstige Abgaben.

Ausklarieren

Kroatien und der Port of Entry

In Kroatien ist es zwingende Vorschrift, dass bei der Einreise mit dem Schiff direkt der nächstliegende Hafen, der ‚Port of Entry’ anzulaufen ist. Bei einer reinen Küstenlänge von 1.777 Kilometer (mit den Inseln sind es über 6.000 Kilometer) ist es wichtig, dass der Skipper bei der Einreise weiß, welcher der ‚Port of Entry’ für ihn zuständig bzw. welcher der nächstgelegene ist und zwingend anzulaufen ist.

Hafenämter, die ständig geöffnet sind:
Dubrovnik, Korčula, Mali Lošinj, Ploče, Poreč, Pula, Raša, Rijeka, Rovinj, Šibenik, Split, Ubli, Umag, Vela Luka, Zadar (in alphabetischer Reihenfolge)

Hafenämter, die saisonal geöffnet sind:
Božava, Cavtat, Hvar, Komiža, Novigrad, Primošten, Sali, Stari Grad, ACI Marina Umag, Vis (in alphabetischer Reihenfolge).
Einklarieren im Hafenamt des ‚Port of Entry’
• Grenzkontrolle:
Als personenbezogenes Dokument zur Einreise ist ein gültiger Reisepass oder andere, durch internationale Abkommen anerkannte Dokumente z.B. ein Personalausweis erforderlich.
Für die Anmeldung im Hafenamt von Boot und Crew sind folgende Dokumente erforderlich:

• Crewliste (das sind jenen Personen, die sich zurzeit mit an Bord befinden), Liste der Crew und Passagiere im Hafenamt beglaubigen lassen, den Aufenthalt ausländischer Staatsbürger auf dem Wasserfahrzeug entsprechend den Sondervorschriften zu melden.
• Nachweis über die Seetüchtigkeit des Bootes (z. B. Seebrief oder andere anerkannte Zulassungspapiere).

• Befähigungsnachweis des Skippers (kroatisches Küstenpatent B oder amtlicher Bootsführerschein See des Heimatlandes).

• wenn Funk an Bord ist, muss mindestens eine Person im Besitz der Seesprechfunkberechtigung bzw. UKW-Sprechfunklizenz sein.

• bei Booten ab 15kW ist ein Versicherungsnachweis (blaue Karte) vorzulegen.

• Eigentumsnachweis (bei z. B. von Bekannten ausgeliehenem Boot ist eine notariell beglaubigte Vollmacht für die Nutzung des Bootes vorzulegen)

Keine Anmeldung benötigen Boote mit weniger als 2,5 Meter und unter 5kW Motorisierung. Sehr wohl brauchen aber beispielsweise Boote eine Anmeldung mit zwar nur 2,4m Länge dafür aber einer Motorisierung von z.B. 5,5kW oder umgekehrt Boote mit einer Motorisierung von nur 4kW aber dafür einer Länge von 2,6m!
• Bitte beachten Sie, dass seit 2006 für alle motorisierten Boote Führerscheinpflicht besteht –selbst für ein mit z. B. 2PS motorisiertes Schlauchboot braucht man einen Bootsführerschein! Es werden nur amtliche nationale Bootsscheine wie das kroatische Küstenpatent anerkannt.
• Entgelt für die Schifffahrt-Sicherung, Befeuerung und Seekarte entrichten

• Aufenthaltsgebühr (je nach Länge des Aufenthalts) bezahlen

Die Gebühren und Kurtaxen richten sich nach der Bootsgröße bzw. Anzahl der Kojen an Bord.

Zelinka bei Herzeg-Novi ist der erste Port of Entry in Montenegro

Seit Beitritt der EU erhalten Sie bei der Anmeldung im Hafenamt keine Vignette mehr, sondern nur noch einen Zahlungsbeleg für die Entrichtung der Entgelte. Diesen bitte immer auf dem Boot mit sich führen.

Ausreise mit dem Boot auf dem Seeweg

Wenn Sie vorhaben mit Ihrem Boot Kroatien in Richtung Italien zu verlassen, müssen Sie Folgendes beachten: Bevor Sie mit dem Boot Kroatien wieder verlassen, müssen Sie sich der Grenzkontrolle unterziehen und die Liste der Crew und Passagiere im Hafenamt beglaubigen lassen. Sobald die Ausklarierung vollzogen ist, müssen Sie die kroatischen Hoheitsgewässer auf dem kürzesten Weg in Richtung Italien verlassen.

Ausklarieren – Steg Q ansteuern. Auch für ca. 15 Minuten am Steg werden ca.100 Kuna kassiert.

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Tag 56: Von Hafen Kaprije (Insel Kaprije) nach ACI Marina Piškera (16 sm) / Fahrzeit ca. 3 Stunden

Tag 56: Von Hafen Kaprije (Insel Kaprije) nach ACI Marina Piškera (16 sm) / Fahrzeit ca. 3 Stunden

 

Die ACI Marina Piškera ist eine Marina auf der Mini-Insel Otok Vela Panitula, einem zu Otok Piškera gehörenden Eiland, welches wiederum dem wesentlichen größeren Otok Kornat vorgelagert ist. Die Insel Otok Kornat gab den Kornaten, der größten und dichtesten Inselgruppe der gesamten kroatischen Adria ihren Namen. Die ACI Marina Piškera bietet 118 Wasserliegeplätze für Schiffe für Längen bis zu 30 m. Die Marina bietet mit ihrer Lage einen guten Schutz vor den aus Norden kommenden und gefürchteten Bora-Winden. Lagebedingt etwas geringer, aber immer noch gut ist der Schutz gegen Winde, die aus südlichen Richtungen einfallen.

 

Die nicht einmal 3 Quadratkilometer kleine Insel Piškera selbst ist unbewohnt und mit der Marina lediglich für touristische Zwecke, vornehmlich für Segler, erschlossen. Die Abgeschiedenheit des Ortes bedeutet allerdings nicht, dass von der Infrastruktur her Abstriche gemacht werden müssten. Die Einfahrt in die Marina ist sehr seicht, so dass bei Schiffen mit größerem Tiefgang Vorsicht geboten ist, der exakte Tiefgang sollte daher bekannt sein und die Tiefenlogge ständig beobachtet werden. Bei Wind aus den vorherrschenden nordwestlichen Richtungen ist zudem die Einfahrt in die Marina nicht ganz einfach – es empfiehlt sich ggf. rückwärts einzufahren. Angekommen in der ACI Marina Piškera, stellen wir fest, dass es hier von Gelsen, einer Art Stechmücken, nur so wimmelt. Es gibt in der ACI Marina Piškera zwar ein Restaurant, einen Obst- und Gemüseladen, einen Geldautomaten und einen Verkaufsstand der ACI-Gruppe, in dem Merchandising-Artikel von Adriatic Croatia International, des Betreibers der ACI Marinas, angeboten werden. Doch ein Mittel gegen Stechmücken, das man sehr zu schätzen wissen würde, gibt es hier für Geld und gute Worte nicht zu erwerben – jedenfalls haben wir keines gefunden. Zum Glück haben wir noch einen kleinen Rest von unserer bewährten Stechmücken-Lotion aus der Tube quetschen können, sonst wäre die Nacht in Gegenwart der lästigen Plagegeister vermutlich eher unangenehm geworden.

Die Lage der Marina als Bestandteil des Nationalparks Kornaten ist top. Etwas ungewöhnlich erscheint uns allerdings, dass Wasser und Strom nicht rund um die Uhr, sondern nur zu begrenzten Zeiten zur Verfügung stehen, was bei entsprechendem Bedarf zu beachten ist, um Überraschungseffekte zu vermeiden:

Wasser: 08:00 – 10:00 Uhr
Strom: 08:00 – 10:00 Uhr und 18:00 – 24:00 Uhr

Als Bonbon bietet die ACI Marina Piškera allen Besuchern der Marina kostenlosen Eintritt in den Nationalpark der Kornaten an. Es lohnt sich außerdem, die mit 127 Meter höchste Erhebung des Eilandes zu erklimmen, denn hier lassen sich nicht nur offenbar wildlebende Schafe bewundern, sondern von hier hat man auch einen schönen weiten Blick über das Meer und die wundervolle weitestgehend unberührte dalmatinische Landschaft.

Das Restaurant, in dem wir zu Abend gegessen haben, können wir leider nicht empfehlen – mittelmäßige Qualität zu sehr hohen Preisen. Ob diese Erfahrung auf alle Restaurants in der näheren Umgebung übertragbar ist, konnten wir allerdings leider nicht überprüfen.
Adresse: ACI Marina Piškera, Obala sv. Ivana 47 E, 22242 Jezera, Kroatien, Tel: +385 91 4700 91, GSM: +385( 0)91 470 0091, E-Mail: m.piskera@aci-club.hr, Hafenmeisterei auch erreichbar über UKW Kanal 17

 

Tag 55: Von Marina Trogir nach Hafen Kaprije (Insel Kaprije) (32 sm) / Fahrzeit ca. 6,5 Stunden

Tag 55: Von Marina Trogir nach Hafen Kaprije (Insel Kaprije) (32 sm) / Fahrzeit ca. 6,5 Stunden

Von Trogir aus bewegen uns wir langsam weiter Richtung Nordwesten zur Insel Kaprije. Eine ganze Perlenkette von kleinen Inseln tut sich vor uns auf, als wir die Marina verlassen. Zwischen dem Festland und den Inseln Otok Devenik Veli und Drvenik Mali segeln wir zunächst ein ganzes Stück auf jener Route, die auch die Fähre vom kroatischen Split mit Richtung ins italienische Ancona nimmt. Es folgen steuerbords die Mini-Eilande Murvica, Kosmač Veli und Kosmač Mali, die von den Kroaten liebevoll mit dem Begriff „Otočić“ (zu deutsch etwa „Inselchen“) bezeichnet werden. Das folgende Otok Arkandel ist mit rund 500 m Durchmesser im Vergleich schon wieder etwas „größer“. Etwa bei Punta Planka auf Höhe der Ortschaft Ražanj ändern wir unseren Kurs von 270 Grad auf 320 Grad und steuern hier bereits die Insel Kaprije mit dem gleichnamigen Hafen an.

Es gibt auf Kaprije zwei Möglichkeiten zur Anreise mit dem Schiff: zum einen den eigentlichen Hafen und zum anderen die dem Festland zugewandte „Ostrica Marina“ als ausgewiesenen Sportboothafen. Beide Alternativen haben jeweils etwas für sich: während die Ostrica Marina etwas komfortabler ist und mehr, ist der Hafen Kaprije ursprünglicher und vermittelt einiges vom maritimen Leben und dem Alltag auf der Insel. Wir entscheiden uns für die eher urtümliche Variante und steuern den traditionellen Hafen an. Dieser gilt als sturmsicher, denn er ist von drei Seiten von recht hohen Hügeln umgeben. Schwell und unruhiges Wasser sind des nächstens also nicht zu erwarten. Ein weiterer Vorteil des Hafens sind die für kroatische Verhältnisse günstigen Liegegebühren im Vergleich zu den kommerziellen Marinas: pro Meter Schiffslänge (gemessen ohne Bugspriet) werden lediglich 20 Kuna fällig. Wir haben für unser 9 m langes Schiff also 180 Kuna bezahlt, das sind umgerechnet rund 25 Euro. An der Nordseite des Steges können wir nicht anlegen, diese muss für die Fähre freigehalten werden. Der Hafen bietet zwar keinen übermäßigen Komfort, aber Toiletten sind natürlich genauso vorhanden wie ein Landstromanschluss für jeden Liegeplatz. Der Zugang zum Wi-Fi ist ebenso kostenlos in der preiswerten Liegegebühr enthalten wie 100 Liter Wasser. Wer mehr braucht, zahlt pro 100 Liter Wasser 35 Kuna (entspricht rund 5 Euro) an den Hafenmeister. Da nur rund 10 Mooringplätze vorhanden sind und überdies der Hafen schon lange nicht mehr als Geheimtip gelten kann, empfiehlt sich eine frühzeitige Anreise, wenn man hier liegen will – nach 18 Uhr sind gerade in der Saison meist alle Plätze bereits belegt.
Koordinaten Hafen Kaprije: 43°41’11.6“N 15°42’30.0“E
An der Strandpromenade von Kaprije lässt es sich gut flanieren, der Hafen bietet gerade abends einiges an Leben, wenn die Einheimischen sich zum Boccia treffen. Die hier angesiedelten zahlreichen privaten Unterkünfte im Ort bieten auch Nicht-Apartmentgästen Speisen und Getränke an. Der Ort selbst ist mit seinen bis zu 400 Jahre alten Steinhäusern ebenfalls recht sehenswert.

Tag 54: Landtag in Trogir und Einkäufe erledigen

Tag 54: Landtag in Trogir und Einkäufe erledigen

Weiterhin schlechtes Wetter in Trogir. Wir nutzen den Vormittag dafür, unsere Vorräte an Bord aufzufüllen (vor allem der Kaffee ist alle, und Kaffee ist wichtig – es wäre für uns ein absolutes No-Go, wenn der koffeinhaltige Muntermacher beim morgendlichen Frühstück jemals fehlen sollte). Die direkt in der Marina liegende iNA-Tankstelle nutze ich am heutigen Montag, um auch unser Schiff mit dem notwendigen Kraftstoff zu versorgen und Frischwasser zu bunkern. Gestern am Sonntag hatte die Tankstelle regulär geschlossen.

Adresse Tankstelle: iNA, Put Cumbrijana 26, 21220, Trogir, Kroatien, Website: ina.hr, Tel: +385 91 497 1471, Öffnungszeiten: Montag bis Samstag jeweils 07:00 – 13:00 Uhr, Sonntag geschlossen

Tag 53: Landtag in Trogir (0 sm) :-(

Tag 53: Landtag in Trogir (0 sm) 🙁

Der morgendliche Revierdienst meldet erneut eine Starkwindwarnung, zudem haben wir Nieselregen. Dunkle Wolken am Himmel verheißen nichts Gutes. Fazit: wir bleiben an Land. Doch zum Glück befinden wir uns in Trogir, der kulturell bedeutenden Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, wo ein Landtag dennoch abwechslungsreich gestaltet werden kann. Die Entscheidung für die Sicherheit und die daraus geforderte Flexibilität gehören zu einem Segeltörn ebenso dazu wie gute Seemannschaft auf See.

Für den Landausflug in Trogir haben wir uns vorgenommen, erst einmal die Altstadt mit ihren unterschiedlichen Baustilen und der ungewöhnlichen Mischung aus Renaissance, Barock und Romanik zu erkunden und uns einen Gesamtüberblick über das rund 15.000 Einwohner zählende Örtchen zu verschaffen. Nach dem kleinen Spaziergang durch die Stadt beschäftige ich mit damit, unser Schiff ein wenig aufzuräumen und die Vorräte zu erfassen. Wir essen zur Abwechslung heute einmal auf dem Schiff. Bei immer wieder einmal einsetzendem Nieselregen macht es ohnehin nur begrenzten Spaß, draußen zu sitzen und den nicht vorhandenen Sonnenuntergang zu genießen.

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Tag 52: Von ACI Marina Milna (Insel Brač) nach Marina Trogir (14 sm) / Fahrzeit ca. 3 Stunden

Tag 52: Von ACI Marina Milna (Insel Brač) nach Marina Trogir (14 sm) / Fahrzeit ca. 3 Stunden

 

Der immer noch vorherrschende und dabei stetige Wind aus Südosten kommt uns auf unserer heutigen Etappe entgegen, denn wir wollen von Milna aus in das rund 15 Seemeilen entfernte Trogir und uns somit dem Festland wieder etwas annähern. Mit vorherrschendem Vorwindkurs geht es auf zu einem besonderen Ziel: Die gesamte Altstadt von Trogir, rund 15 Kilometer westlich der heimliche Hauptstadt Dalmatiens Split gelegen, gehört seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Und das aus gutem Grund – die gut erhaltene Altstadt ist weltbekannt für ihre Bauten im Renaissance- und Barockstil. Auch zahlreiche Gebäude im romanischen Stil gehören zum Stadtbild. Zudem liegt die malerisch auf einer kleinen Insel zwischen dem Festland und der vorgelagerten Insel Otok Čiovo.

Kurz vor Ende der heutigen Etappe liefern wir uns noch den Spaß in Form einer kleinen Wettfahrt mit ein paar jungen Leuten auf einem Multihull, das uns mit seiner größeren Segelfläche allerdings schon bald in Luv überholt. Die Abschattung durch das katamaranähnliche, breite Segelboot ist bei uns, in Lee befindlich, deutlich zu spüren – es ist fast so, als hätte jemand bei uns auf die Bremse getreten…

Bei der Auswahl der Marina in Trogir haben wir uns einmal nicht für die ebenfalls ansässige ACI Marina entschieden, sondern für das in allen Belangen mindestens ebenbürtige Marina & Yacht Service Center Trogir. Die Marina Trogir bietet 256 Liegeplätze für Schiffe von 12 bis 25 m Länge und sogar 30 Liegeplätze für Mega-Yachten von 25 bis 120 m Größe Die Marina ist idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Stadt und zudem mit der höchsten Qualitätskategorie von 5 Ankern ausgezeichnet. Man darf also erstklassigen Service erwarten. Seit 2014 ist die Marina in Trogir nach der Norm ISO 9001: 2008 zertifiziert.

Adresse Marina Trogir: Marina & Yacht Service Center Trogir, Put brodograditelja 16, 21220 Trogir, Kroatien, Tel: + 385 21 444 600, Fax: + 385 21 444 601, E-Mail: marina@sct.hr, Koordinaten: 43°30’40“ N 16°14’40“ E