Segelrevier Süddalmatien

Segelrevier Süddalmatien

Unberührte Natur, gute Weine und delikate Olivenöle – Süddalmatien ist der Sonnenstaat Kroatiens (1.Teil)

 

Der ‚Sonnenstaat Kroatiens’ wird Süddalmatien liebevoll genannt. Die Küstenregion mit ihrer fast unberührten Natur, ihren Nationalparks und den vorgelagerten Inseln ziehen viel internationales Publikum an. Dazu kommen bekannt gute Weine, ein überaus delikates Olivenöl der ersten Wahl und eine international renommierte Küche.

 

Süddalmatien beginnt im Norden kurz nach Gradac an der Makarska Riviera und wird durch den schmalen ‚Neum Korridor’* bei Zavala zweigeteilt. Wenige Kilometer weiter südlich bei Imotica, beginnt der südlichste Teil um Dubrovnik, er reicht bis zur Halbinsel Prevlaka, zur Grenze nach Montenegro.

 

An der zauberhaft gelegenen Altstadt Korčulas führt kein Weg vorbei, die sollte immer besucht werden. Das Gleiche trifft auch für die urwüchsige Halbinsel Pelješac zu. Etwas weiter südlich und parallel zu ihr liegt die Insel Mljet mit dem Nationalpark. Ein beliebtes Ziel vieler Segler ist die Insel Lastovo, sie liegt südöstlich weiter draußen im Meer. Weiter führt der Törn in die schönste Stadt der Region – nach Dubrovnik, der ‚Perle der Adria’, wie die Stadt liebevoll genannt wird. Sie ist Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Dubrovnik vorgelagert ist die Inselgruppe der Elaphiten.

Inseln bei Dubrovnik -Sonnenuntergang
Mit der Seilbahn auf den Berf – Aussicht auf den Hafen und Altstadt Dubrovnik
Von der Mauer auf das Meer schauen

 

Ein Politikum mit Brisanz

*Neum ist der einzige Zugang zum Mittelmeer der Förderation Bosnien – Herzegowinas. Doch diese nicht nur ungewöhnliche Grenzziehung bringt durchaus große Probleme für die Anrainer, nicht nur verkehrstechnische Herausforderungen, auch brisante, kostenintensive EU-Grenzprobleme stehen an.

 

Seit dem Beitritt Kroatiens zur EU ist der Neum Korridor’ ein absoluter Verkehrsengpass.

Dieser Korridor trennt nicht nur Kroatiens Territorium, sondern auch die EU-Außengrenze auf eine Distanz von weniger als 10 Kilometer. Ausnahmereglungen mussten unter zollrechtlichen und sicherheitspolitischen Aspekten getroffen werden.

Die Pelješac-Brücke

Eine Brücke zwischen dem Festland und der Halbinsel Pelješac sollte die angespannte Situation entschärfen.   Nach Abschluss der Ausschreibung und Planung begannen 2007 die Bauarbeiten. Doch der Bau zog sich hin, wurde 2010 gestoppt und schließlich 2012 auf unbestimmte Zeit verschoben.

 

Im April 2017 wurde das Projekt neu ausgeschrieben und der Zuschlag erfolgte im Januar 2017. Jetzt soll die geplante Schrägseilbrücke im Jahr 2022 fertiggestellt sein. Die Pelješac-Brücke überspannt dann in einer Höhe von 50 Meter die Bucht zwischen Festland und Halbinsel Pelješac, das Territorium der Förderation Bosnien – Herzegowinas wird somit umgangen.

Inseln, Halbinseln, Festland – wo ist der Anfang, wo das Ende?

Korčula (Insel)

Korčula ist die zweitgrößte Insel der Adria. Sie ist eine der waldreichsten Inseln Kroatiens.

Die Stadt Korčula hat ihren Ursprung in einem alten Fischerdorf und hat nichts von ihrem Charme eingebüßt. Korčula ist bekannt für seine delikaten Meeresfrüchte und für seine hervorragenden Weine.

 

Segler schätzen an Korčula die zahlreichen Liegeplatzmöglichkeiten. An der Ostseite der Insel liegt die ACI Marina Korčula südlich der Altstadt mit 159 Liegeplätzen – alle mit Strom- und Wasseranschluss. In der Marina finden auch Megayachten bis zu 40 m Länge Platz. Die Marina ist von April bis Ende Oktober geöffnet.

Lina-Lumbarda (Ort)

Die Marina Lina-Lumbarda liegt äußerst ruhig. Die Ortschaft gleichen Namens ist die Heimat vieler Steinmetze und Bildhauer. Die örtlichen Winzer erzeugen den berühmten Weißwein „Grk“. Es gibt insgesamt 150 Liegeplätze (aber nur 40 für Gastlieger), die Wassertiefe beträgt maximal 8 m. Die Marina ist ganzjährig geöffnet.

 

Einsame Ankerbuchten und kleinere Orte zum Festmachen gibt es verstreut rund um die Insel. An der Westseite der Insel – in einer weit ins Land reichenden, windgeschützten Bucht – im Hafen von Vela Luka gibt es bei einer Wassertiefe von 2 bis 6 Meter nur wenige Liegeplätze. Wasser und Diesel erhält man an der Tankstelle und im Ort befinden sich einige Geschäfte.

 

Viel Platz zum Ankern bietet die offene Bucht von Kneža nördlich vom Ort Korčula. In der Bucht gibt es ein kleines Geschäft, um den Grundbedarf zu decken. Hinter der kleinen Insel Kneža Mala findet man Schutz vor Ostwinden.

Pelješac (Halbinsel)

Die Oberfläche der längsten dalmatinischen Halbinsel ist stark zerklüftet und dicht bewaldet. Sie hat eine lange Küste mit vielen Buchten und Fjorden, Stränden und Felsen. Östlich, zwischen den Orten Ston und Mali Ston ist Pelješac durch eine schmale Landbrücke mit dem Festland verbunden.

Vorrangige Wirtschaftszweige sind der Tourismus und der Weinbau. Bekannt ist der Rotwein Dingac, er wird in einigen Gemeinden an der Südküste der Halbinsel ausgebaut. Er wird aus sehr spät gelesenen, bereits angetrockneten (rosinierten) Trauben der Rebsorte Mali Plavac gekeltert.

Den Charme der Insel prägen die malerischen Orte ringsum der Küste mit viel Grün von Olivenbäumen, Föhren und Macchia.

Orebic Strand
Unterwasser Wein
Orebic Hafen
Weinberge

 

Orebić (Ort)

Die Kleinstadt Orebić mit ca. 4.120 Einwohnern hat zur Insel Korčula einen Fährhafen. Der vorhandene Sandstrand – in Kroatien äußerst selten – lässt den Ort zu einem Touristenmagnet in Süddalmatien anwachsen.

Dazu kommt, dass der kleine Hafen der Stadt eine echte Alternative ist, wenn Korčula einmal mehr voll ausgebucht ist. Hier gibt es zwar 220 Liegeplätze, aber nur 25 sind Gastliegern vorbehalten.

 

Lastovo (Insel)

Lastovo und Vis sind die weitest vom Festland entfernten bewohnten Inseln Kroatiens.

An der Nordküste liegt, geschützt durch die kleine Insel Zaklopatica, die Bucht mit dem gleichnamigen Ort.

 

Zaklopatica (Ort)

Der winzige Ort (87 Einwohner) ist von See aus nicht einsehbar. Zur Einfahrt in die Bucht nur die östliche Einfahrt benutzen, in der westlichen wurde bis unter die Oberfläche ein Wellenbrecher aufgeschüttet, sie ist unpassierbar. Die Bucht ist gegen Wind und Wellen bestens geschützt. An der Ostseite der Bucht liegen einige Restaurants, die an Schwimmstegen Liegeplätze mit Strom und Wasser anbieten. Im Westen der Bucht, an einer Mauer werden Liegeplätze gegen Gebühr angeboten. Versorgungseinrichtungen gibt es hier nicht.